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Aktuell • 21.06.2019

Air Race mit Elektroflugzeugen

Rennflugzeuge, die gleichzeitig gegeneinander antreten – das gibt es in Reno. Rennflugzeuge mit Elektromotor, die gleichzeitig gegeneinander antreten: Das ist neu! Air Race E soll kommendes Jahr an mehreren Schauplätzen weltweit stattfinden.
Gemeinsam an den Start: Acht Racer sollen jeweils gegeneinander fliegen
© Air Race 1
Initiator der Idee ist Jeff Zaltman, Promotor der Rennserie Air Race 1. Für sein Konzept der Flugzeugrennen mit elektrisch angetriebenen Maschinen hat der Amerikaner jetzt Airbus gewonnen. Airbus? Ja, mit dem E-Fan hat der europäische Luftfahrtgigant ein Elektroflugzeug, das bereits seit fünf Jahren fliegt; ein BAe-146-Regionaljet als Erprobungsträger, bei dem eines von vier Triebwerken durch einen Elektroantrieb ersetzt wird, ist in Arbeit. Die Zusammenarbeit mit Airbus dürfte Zaltman dabei helfen, Air Race E populär zu machen und auf Erfolgskurs zu führen.

Zaltman zur Philosophie der neuen Rennserie: „Für künftige Transportsysteme sind elektrische Antriebe unverzichtbar. Wir bieten der Luftfahrtindustrie eine Plattform, auf der sie innovative Technologie für derartige Lösungen entwickeln und präsentieren kann. Damit treiben wir die Verwendung von ökologisch fortschrittlichen Antriebskonzepten voran.“

Air Race E kombiniert ökologisch zukunftsweisende Technologie mit der Spektakularität von Flugzeug-Rennsport: Wie bei den National Championship Air Races in Reno, Nevada (USA), treten mehrere Maschinen gleichzeitig gegeneinander an. Mindestens acht E-Racer pro Rennen sollen es sein. Geflogen wird um einen ovalen, fünf Kilometer langen Kurs, den Pylone markieren. Dabei erwartet man Geschwindigkeiten von bis zu 240 Knoten – zehn Meter über Grund. Wer zuerst die Ziellinie quert, hat gewonnen. Die Rennen sollen im Fernsehen übertragen werden.
Wie in Reno: Im direkten Vergleich zeigt sich, wer der Schnellste ist
© Air Race 1
Vier Teams arbeiten bereits an ihren E-Racern. AllWays Air Racing aus Kalifornien soll schon halb fertig sein. Chef des US-Teams ist Casey Erickson, ein erfahrener Rennpilot, der in Reno in der Doppeldecker-Klasse flog. Ein weiterer nordamerikanischer Teilnehmer ist Blue-BETA Racing, die bereits einen elektrisch angetriebenen Senkrechtstarter in die Luft brachten. Das Team ist ein Zusammenschluss der Antriebs- und Steuerungssystem-Firma BETA und Blue Force Technologies, die auf Faserverbund-Werkstoffe spezialisiert sind. Aus England stammt das Team Condor. Teamchef Martin Wiseman lässt wissen, dass man auf ein bereits existierendes Flugzeug zurückgreife, das modifiziert wird. Unterstützung kommt von den Universitäten in Teesside und Hull. Die Niederlande sind mit dem Team NL dabei. Konstruktion und Bau des Rennflugzeugs übernehmen Studenten. Geleitet wird die Gruppe von Rick Boerma, der über das akademische Air-Race-E-Engagement sagt: „Ein neues Flugzeug hierfür zu konstruieren, zu bauen, zu erproben und bei Rennen einzusetzen ist eine anspruchsvolle Herausforderung. Aber wir sind bereit, sie anzunehmen.“

Wo die einzelnen Rennen stattfinden werden, steht noch nicht fest. Um den Schauplatz des Auftaktrennens können sich Ausrichter auf der ganzen Welt bei Jeff Zaltman bewerben (www.airracee.com). Die Entscheidung über den ersten Austragungsort dürfte im Dezember fallen. Sollte sich Air Race E zur Erfolgsgeschichte entwickeln, könnte es bei rennbegeisterten Luftfahrtfans eine Lücke füllen: Air Race E als Red Bull Air Race (das dieses Jahr eingestellt wird) der Zukunft?

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