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Flachtrudeln beim Testflug: Cessna SkyCatcher abgestürzt

Am Donnerstag, den 18. September, ist ein Prototpy des Cessna SkyCatcher abgestürzt. Dem Piloten gelang es, sich mit dem Fallschirm zu retten – er landete zirka 350 Meter entfernt vom Wrack. Mit leichten Verletzungen wurde er ins Krankenhaus gebracht. Die Maschine krachte einige Meilen östlich von Douglas, US-Bundesstaat Kansas, in eine Baumreihe. Sie war auf einem Testflug unterwegs.

Von Redaktion

Nach Angaben des Herstellers hatte das Light Sport Aircraft (LSA) bereits über 100 Flüge durchgeführt und war insgesamt 150 Stunden in der Luft.Während zunächst nur von Zeugen die Rede war, die einen lauten Knall gehört, Funken gesehen und beobachtet hätten, wie das Flugzeug in einer Steilspirale heruntergekommen sei, wurden mittlerweile Einzelheiten zum Unfallhergang bekannt. Danach passiert der Unfall im Rahmen von Trudeltests. Laut Cessna begann der Testpilot damit in 10 000 Fuß. Mit gekreuzten Rudern und Leistung am Prop provozierte er dabei einen Strömungsabriss. Aus dem Stall ging die Maschine ins Flachtrudeln. Auf 5000 Fuß aktivierte der Pilot das Rettungssystem, das allerdings nicht funktionierte. Danach sprang er mit dem Personen-Fallschirm ab. Cessna betont, dass der unternommene Trudeltest jenseits der Limits für die Zulassung des SkyCatchers als Light Sport Aircraft lag, also nicht notwendig war. Zwar werde der Unfall noch näher untersucht, so der Hersteller, man erwarte aber nicht, etwas herauszufinden, das dazu führen könnte, an der Konstruktion des Flugzeugs Änderungen vorzunehmen. Bis zum Aufschlag sei das Flugzeug intakt gewesen. Bei der Unfallmaschine handelt es sich um eins von mehreren SkyCatcher-Exemplaren, mit denen das Testflugprogramm durchgeführt wird. Noch ist unbekannt, warum das Rettungssystem von BRS nicht funktionierte. Es handelte sich um ein Standardmodell, also nicht um einen speziellen Trudelschirm, wie er für diesen Teil der Flugerprobung eigentlich eingesetzt wird. BRS-Geschäftsführer Larry Williams zur Fehlfunktion des Systems: »Für mich sieht es so aus, als ob die Parameter ziemlich atypisch waren. Es war eine ungewöhnliche Situation«. Gemeinsam mit Cessna und der nationalen Unfalluntersuchungsstelle NTSB sei man weiter mit der Ursachenanalyse beschäftigt. Falls der Zwischenfall Schlussfolgerungen erlaube, durch die sich der Einsatzbereich des Rettungssystems erweitern lasse, wolle man gern dazulernen und Veränderungen vornehmen.

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