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Aktuell • 14.12.2017

Dassault beendet Falcon-5X-Programm

Die Falcon 5X sollte Dassault neuer Business Jet werden – jetzt hat der französische Flugzeugbauer das Projekt gestrichen. Der Grund sind wiederholte Probleme mit Safrans Silvercrest-Triebwerk, das als Antrieb für das Geschäftsflugzeug vorgesehen war. Mit Pratt & Whitney-Motoren will Dassault nun bis 2022 einen neuen Jet bauen.
Gestrichen: Dassault wird den Business Jet 5X nicht weiterbauen
© © Dassault
Durch die jetzt eingeleitete Kündigung des Vertrags mit Motorenhersteller Safran hat Dassault gleichzeitig das Ende seine Falcon 5X besiegelt. Nach dem Zeitplan für die Flugerprobung  hätte der französische Flugzeugbauer die Silvercrest-Antriebe für den Jet bereits Ende 2013 erhalten sollen. Doch Safran kämpfte wiederholt mit technischen Problemen bei dem neuentwickelten Triebwerk, die Markteinführung der Falcon 5X verzögerte sich dadurch um drei Jahre auf zuletzt voraussichtlich 2020. Dassault-Kunden widerriefen 2016 deswegen zwölf Bestellungen. Den Erstflug absolvierte das Flugzeug im Juli 2017 mit einer vorläufigen Version des Silvercrest-Triebwerks. Im Oktober  musste Motorenbauer Safran dann weitere Schwierigkeiten beim Hochdruckkompressor eingestehen, die dazu führten, dass das Ansprechverhalten in großen Höhen und bei geringen Geschwindigkeiten ausserhalb der erforderlichen Limits blieb und der angestrebte Einführungstermin des 70-Tonnen-Jets nicht zu halten war. Gleichzeitig mit dem Ende der 5X kündigte Dassault-CEO Eric Trappier den Bau eines neuen Jets an, diesmal mit PW800-Triebwerken von Pratt & Whitney, die auch in Gulfstreams G500 und G600 zum Einsatz kommen. Das Flugzeug, für das der Hersteller noch keine Modellbezeichnung bekanntgegeben hat, soll denselben Rumpfquerschnitt wie die Falcon 5X bekommen – 2,59 Meter Kabinenbreite und 1,98 Meter -höhe. Die Reichweite soll im Vergleich zur 5X um 300 auf 5500 Nautische Meilen wachsen. „Es gibt nach wie vor einen großen Markt für ein neues Langstreckenflugzeug mit einer großen Kabine“, betont Trappier
Im Gegensatz zu Dassault hält der US-amerikanische Flugzeugbauer Textron Aviation bislang an dem Silvercrest-Triebwerk für sein künftiges Flaggschiff Cessna Citation Hemisphere fest.
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