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Chuck Yeager ist tot

Im Alter von 97 Jahren ist der legendäre Testpilot Chuck Yeager gestern gestorben. Als erster Mensch durchbrach er 1947 die Schallmauer.

Von Redaktion
Chcuk Yeager X1
Chuck Yeager mit dem Raketenflugzeug Bell X-1

Charles Elwood „Chuck“ Yeager benötigte für das Durchbrechen der Schallmauer – anders als frühere, nicht belegte Flüge – keinen Sturzflug. Sein Raketenflugzeug Bell X-1 nannte er „Glamerous Glennis“ nach seiner Ehefrau Glennis. Der Testpilot gehörte zur legendären Gruppe von Piloten auf der Edwards Air Force Base, die später auch das Buch „Die Helden der Nation“ von Tome Wolfe und den darauf basierenden Film „Der Stoff, aus dem die Helden sind“ (auf Englisch The Right Stuff) inspirierten.

Im Zweiten Weltkrieg flog Yeager die P-51 Mustang und schoss unter anderem ein Düsenflugzeug vom Typ Me-262 ab. Am 14. Oktober 1947 gelang ihm dann in 43000 Fuß Höhe sein Rekordflug mit einer Geschwindigkeit von 1125 km/h oder Mach 1.06.

Zwei Tage vorher hatte er sich bei einem nächtlichen Ausritt mit seiner Frau zwei Rippen gebrochen – was er aber verschwieg, um zum Flug zugelassen zu werden. Ein Freund beschaffte ihm ein Stück Besenstiel – nur mit dessen Hilfe konnte er die Luke der X-1 trotz der Verletzung schließen.

Yeager brach im Lauf seiner Karriere zahlreiche weitere Geschwindigkeits- und Höhenrekorde. Er flog als erster mit einer MiG-15, die ein Pilot aus Nordkorea bei seiner Flucht aus dem Land mitgebracht hatte.

In den fünfziger Jahren war Yeager auch in Hahn im Hunsrück stationiert und flog als Mitglied des Segelflugclubs am Mont Royal in Traben-Trarbach an der Mosel.

CHuck Yeager F-15Foto: Lawrence Crespo/U.S. Air Force
Chuck Yeager flog im Alter von 89 Jahren nochmal in einer F-15 mit.

1975 schied er im Rang eines Brigadegenerals aus der Air Force aus. 65 Jahre nach seinem ersten Überschallflug durchbrach er im Alter von 89 Jahren an Bord einer F-15 Eagle nochmal die Schallmauer.

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