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Elektro-Extra 330LE im Segelschlepp-Einsatz

Kraft genug hat die elektrische Extra 330LE: Vom Flugplatz Schwarze Heide (EDLD) brachte der Erprobungsträger eine LS8 in die Luft.

Von Redaktion
Weltpremiere: der erste elektrische F-Schlepp, vorn Extra 330LE, hinten eine LS8
Weltpremiere: der erste elektrische F-Schlepp, vorn Extra 330LE, hinten eine LS8 Jean-Marie Urlacher

Im Cockpit des Elektrofliegers saß Walter Extra. In 76 Sekunden zog er die LS8, gesteuert von Pilot Jona Keimer, auf eine Höhe von 600 Metern über dem Platz – eine Steigrate von zirka 8 Metern pro Sekunde.Ebenfalls mit dabei, aber am Boden, war Dr. Frank Anton, der Leiter der Sparte E-Aircraft bei Siemens.

Sportlich: Jona Keimer (links) und Walter Extra machen auch am Boden eine gute FigurJean-Marie Urlacher
Sportlich: Jona Keimer (links) und Walter Extra machen auch am Boden eine gute Figur

Jona Keimer studiert Maschinenbau an der RWTH Aachen und war über einen ehemaligen Kommilitonen zum Siemens-Elektroflugprojekt gestoßen. Er ist außerdem Erster Vorsitzender der Flugwissenschaftlichen Vereinigung Aachen und war mit Begeisterung dabei, als es darum ging, den ersten Elektro-F-Schlepp zu wagen.

Kraftpaket: Angetrieben wird die Extra 330LE von einem Siemens-Elektromotor mit 250 Kilowatt LeistungJean-Marie Urlacher
Kraftpaket: Angetrieben wird die Extra 330LE von einem Siemens-Elektromotor mit 250 Kilowatt Leistung

Wie auch schon beim Jungfernflug der Extra 330LE und dem eindrucksvollen Steigweltrekord sollte man sich aber keine Hoffnungen machen auf ein marktreifes Produkt: Die Kunstflugmaschine mit permit to fly ist lediglich der Erprobungsträger für den Siemens-Elektromotor SP260D und wird ein experimentelles Einzelstück bleiben – wenn auch ein sehr aufregendes.

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  • AERO 2017