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Elektro-Kunstflugzeug

Eine Extra 330LE mit E-Motor elektrisiert die Besucher derAERO 2016. Angetrieben wird der Kunstflug-Zweisitzer von einem230-kW-Siemens-Motor.

Von Redaktion
Abgasfrei: Extra 330LE mit Siemens-Elektroantieb
Abgasfrei: Extra 330LE mit Siemens-Elektroantieb Martin Naß

Ist das die Zukunft des Kunstflugs? Kaum eine andererAnwendung in der Luftfahrt scheint für Elektroantriebe so naheliegend zu seinwie Akro: Die Leistung reicht allemal, vor allem aber sind E-Motoren leise. Dadurchkönnte das Lärmproblem beseitigt werden, mit dem Kunstflieger nicht nur beiWettbewerben zu kämpfen haben. Es entfielen auch weite Anflüge zu einerKunstflug-Box, die irgendwo liegt, wo niemand gestört wird. Die von Siemens motorisierte Extra 330LE könnte sich alsWegbereiter erweisen. Ihr Motor erreicht derzeit mit einem 152 Kilogrammschweren Batteriesatz 20 Minuten Betriebszeit. Weitere Batterien sollen nachAuskunft von Siemens in dem Tandemsitzer untergebracht werden können. Gegenübereiner herkömmlichen Extra mit Verbrennungsmotor wiegt die E-Version zirka 100Kilogramm mehr. Siemens betont, dass die Elektro-Extra nicht dazu diene, denKunstflug weiterzuentwickeln, vielmehr gehe es um die Erprobung und Optimierungelektrischer Antriebssysteme. Eine Extra habe man nicht zuletzt deshalbgewählt, weil es sich um ein voll zertifiziertes Flugzeug handle. Der Erstflugsoll noch dieses Jahr stattfinden.

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  • AERO 2016