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Evektor ist zurück auf dem deutschen Markt

Das UL Harmony UL 600 hat die Musterzulassung vom DULV erhalten. Außerdem ist die zweisitzige Sportstar mit EASA-Zulassung erhältlich.

Von Dirk M. Oberländer Fliegermagazin bei Google bevorzugen
Ein Hingucker: Das UL Evektor Harmony Evektor.
Evektor Harmony UL 600 Bild: Evektor

Der tschechische Flugzeugbauer Evektor hat sich in den letzen vier Jahre hauptsächlich um den US-Markt gekümmert. Jetzt kehrt Evektor aber auch auf den deutschen Markt zurück. Zu verdanken ist das Peter Kuhn, Geschäftsführer des Flugsportzentrums Bautzen, das am Flugplatz Kamenz (EDCM) beheimatet ist.

Als langjähriger Importeur von Evektor UL-Flugzeugen, hat er die deutsche Musterzulassung der Harmony begleitet. In den USA hat das Muster eine FAA Zulassung (VFR/IFR) in der VLA-Klasse.

Harmony UL 600 von Evektor in Deutschland

Aber kommen wir zum deutschen Modell. Hierzulande ist die Harmony UL 600 vom DULV als Luftsportgerät mit 600 Kilogramm MTOM zugelassen. Die Bauweise ist weitgehend identisch mit der FAA-zertifizierten US-Version. Der Tiefdecker wird in Gemischtbauweise aus Aluminium und GfK gefertigt. Das Handbuch gibt folgende Leistungsdaten an:

  • Motor: Rotax 912 ULS (Vergaser) oder 912 iS (Einspritzer) mit je 100 PS Startleistung
  • Propeller: Duc 3-Blatt mit Inocel-Vorderkante
  • Leergewicht: ab 358 kg
  • Spannweite: 9,28 m
  • Höhe: 2,48 m
  • Länge: 6,25 m
  • Fahrwerk: festes Bugfahrwerk
  • Tankinhalt: 120 Liter (gesamt)
  • V Reise (75 %): 193 km/h
  • VS0: 79 km/h
  • VS1: 71 km/h
  • Max. Steigrate: 735 Fuß/Minute

Welche Ausstattungspakete gibt es?

Bereits die Basisausstattung ist mit elektrischen Klappen und Trimmung sowie Felgen und Bremsen von Beringer umfangreich. Bei der Avionik sind drei Ausstattungspakete verfügbar:

  • Kanardia Rundinstrumente, künstlicher Horizont Typ Horsis, Kompass
  • Kanardia Nesis IV Glascockpit (10,1 Zoll) mit Daqu-Überwachungsmodul für Motordaten (Anzeige im EFIS)
  • Kanardia Nesis IV Glascockpit (10,1 Zoll) mit Daqu-Überwachungsmodul für Motordaten und extra Display für Motordaten

Zur Einführung gibt es die ersten fünf Maschinen zu einem besonders günstigen Preis. Die Basis-Version startet bei knapp über 147000 Euro (netto) mit dem Rotax 912 ULS. Das Instrumenten-Upgrade zur mittleren Version kostet knapp 5000 Euro (netto) Aufpreis.

E-Klasse-Muster Sportstar mit VFR und NVFR-Zulassung

Der zweisitzige Tiefdecker Sportstart mit Festfahrwerk nutzt ebenfalls den Rotax 912 ULS mit 100 PS. Auch hier liegt die MTOM bei 600 Kilogramm. Das Echo-Klasse-Flugzeug ist serienmäßig mit zwei Garmin G3X Touch Glascokpits (10,6 Zoll) ausgerüstet. Dabei umfasst das EFIS einen Magnetsensor und Synthetic-Vision-Darstellung. Als Back-up befindet sich ein Garmin G5 und ein Kompass an Bord, ebenso eine ELT-Notfallsender. Funk (Garmin GTR 205) und Transponder (Garmin GTX335) gehören ebenfalls zur Standardausrüstung.

Gut zu wissen: Als Extra ist ein Rettungsgerät erhältlich. Der Hersteller arbeitet auch an der Zulassung mit dem Rotax 912 iS Einspritzer. Zur Zulassung beim LBA ist eine Abnahmeprüfung durch einen Luftfahrttechnischen Betrieb (LTB) nötig. Diese ist im Kaufpreis enthalten. Auch hier gibt es limitierte Einführungsangebote. Die Basisversion der Sportar VFR kostet rund 207000 Euro (netto). Die NVFR-Version für Nachtflug startet bei rund 226000 Euro.

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Über den Autor
Dirk M. Oberländer

Dirk M. Oberländer, Jahrgang 1975, verbrachte seine Jugend beim Segelfliegen am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg. Später folgte der Abschied vom Schieben und Umstieg zum Ultraleicht-Fliegen. Die zweite große Leidenschaft, das Schreiben, brachte Dirk zu Stadtmagazinen, Tageszeitungen, Kundenmedien und in die wunderbare Welt der Werbung. Immer mit einem Faible für Technik und die Menschen dahinter. So war es nur eine Frage der Zeit, bis der studierte Kultur- und Medienmanager beim fliegermagazin landete. Am Boden ist Dirk bevorzugt mit Laufschuhen und Rad unterwegs – im Urlaub auch gern mal mit Zelt in Richtung Süden.

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