/
Farbanschlag verhindert: Klimaaktivisten wollten Privatflugzeug von Friedrich Merz stilllegen
Am Flugplatz Arnsberg wurde eine Sachbeschädigung an der Diamond DA62 von Bundeskanzler Friedrich Merz verhindert. Die Polizei nahm drei Personen fest.
Ein Zwischenfall am Flugplatz Arnsberg hat in der Nacht zum 22. Januar für Aufmerksamkeit gesorgt. Im Mittelpunkt stand dabei die Privatmaschine von Bundeskanzler Friedrich Merz: eine zweimotorige Diamond DA62 mit turbogeladenem Dieselantrieb. Nach Angaben der Polizei konnte eine mutmaßlich geplante Protestaktion rechtzeitig verhindert werden. Drei Personen wurden festgenommen, bevor es zu Schäden an dem Flugzeug kam. Dass der Bundeskanzler eine eigene Diamond DA62 besitzt, ist spätestens seit seinem viel beachteten Flug zur Hochzeit von Christian Lindner im Jahr 2024 einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Die in Österreich entwickelte DA62 gilt als modernes, leistungsfähiges Reiseflugzeug. Die beiden Austro Engine Diesel-Triebwerke vom Typ AE330 leisten je rund 180 PS und gelten als äußerst effizient. In einigen Medienberichten war fläschlicherweise zu lesen, bei dem Flugzeug handle es sich um einen Jet. Die Maschine von Merz ist in einem Hangar am Flugplatz Arnsberg im Sauerland stationiert. Genau in diesem Bereich kam es nun zu dem Polizeieinsatz.
Polizei verhindert Anschlag auf Merz-Flugzeug
Auslöser der Ermittlungen war laut Behörden zunächst eine Verkehrskontrolle in der Nähe des Flugplatzes. Dabei erkundigte sich ein Fahrzeuginsasse gezielt nach dem Gelände und den dort stationierten Flugzeugen. Aufgrund auffälliger Umstände ordneten die Beamten den Mann dem linksaktivistischen Umfeld zu und erhöhten daraufhin die Sicherheitspräsenz am Flugplatz.
Anja Windl Klima-ShakiraIn der Nacht wurden schließlich zwei Frauen und ein Mann im Alter zwischen 23 und 56 Jahren auf dem Flugplatzgelände angetroffen. Sie sollen sich unbefugt Zutritt verschafft haben. Die Polizei nahm alle drei Personen vorläufig fest. Beschädigungen an der Diamond DA62 von Friedrich Merz wurden nicht festgestellt.
Diamond DA62 bliebt unbeschädigt – Ermittlungen laufen
Die Staatsanwaltschaft Arnsberg spricht von einer vereitelten Tat. Gegen die Festgenommenen wird wegen Hausfriedensbruchs ermittelt. Hinweise auf Sabotage oder konkrete Schäden an Luftfahrzeug oder Infrastruktur liegen nach aktuellem Stand nicht vor. Dennoch bewerten die Ermittler den Vorfall als ernstzunehmend, da gezielt ein Flugzeug eines hochrangigen politischen Amtsinhabers im Fokus stand.
Gruppierung bekennt sich zur geplanten Aktion
Nach Bekanntwerden des Polizeieinsatzes meldete sich eine Gruppierung mit dem Namen „Widerstands-Kollektiv“ zu Wort. In einer Stellungnahme erklärte die Gruppe, man habe im Rahmen einer Protestaktion versucht, das Privatflugzeug des Bundeskanzlers „stillzulegen“. Konkrete Details zu Vorgehensweise oder Zielen wurden nicht genannt.

Die Sicherheitsbehörden prüfen derzeit, inwieweit das Bekennerschreiben strafrechtlich relevant ist und ob weitere Beteiligte identifiziert werden können.

