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Flugplatz Lüneburg: Bürgerentscheid am 14. Juni

Am kommenden Sonntag, den 14. Juni, stimmen die wahlberechtigten Lüneburger darüber ab, ob es mit ihrem Flugplatz weitergehen soll.

Von Martin Naß
Auf der Kippe: Flugplatz Lüneburg (EDHG) Foto: Luftsportverein Lüneburg

Seit 1986 ist das Flugplatzareal im Besitz der Stadt Lüneburg, vorher gehörte es dem Bund und war vor der zivilen Nutzung ein Fliegerhorst der Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg.

Zwischen der Stadt und dem Luftsportverein Lüneburg (LVL), der hier seit seiner Gründung 1950 seine Heimat hat, gab es bislang einen Pachtvertrag: Er läuft im Oktober 2020 aus.

Im letzten Jahr hatte sich der Rat der Stadt gegen eine Pachtverlängerung ausgesprochen. Auf dem Gelände soll „modernes Gewerbe“ angesiedelt werden, so die Stadt; es sollen neue Arbeitsplätze entstehen.

Der Luftsportverein hält dagegen, dass der Flugplatz Lüneburg (EDHG) nicht nur für Privatpiloten da ist, sondern auch Basis für den Katastrophenschutz und die Beobachtungsflüge der Feuerwehr ist und erhalten bleiben muss.

Um den Fortbestand von EDHG zu sichern, hat der LVL eine Unterschriftenaktion gestartet. Das Ziel: einen Bürgerentscheid durchzuführen und die Bürger der Stadt abstimmen zu lassen, wie die Fläche in Zukunft genutzt werden soll. Der Plan ging auf: Mit 11.762 Stimmen kamen doppelt so viele Unterschriften zusammen wie nötig gewesen wäre.

Nun ist es kommenden Sonntag soweit: Die Lüneburger stimmen ab, ob die Pacht für den Flugplatz verlängert werden soll. Für alle Flieger, die nicht aus Lüneburg kommen und nicht am Bürgerentscheid teilnehmen dürfen, heißt es also: Daumen drücken für den Fortbestand von EDHG!

Über den Autor
Martin Naß

Martin Naß ist seit 2005 UL-Pilot. Der gelernte Journalist liebt Flüge über die Nordsee, auf die Ost- und Nordfriesischen Inseln. Er war einige Jahre viel mit dem eigenen Spornrad-Eurofox unterwegs, heute chartert er ULs in Itzehoe und Husum.

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  • Flugplatz Lüneburg
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