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Flugzeugabsturz in Duisburg – Staatsanwaltschaft ermittelt

Am Sonntag ist nicht nur eine Cessna 551 kurz vor Lettland in die Ostsee gestürzt, auch ereignete sich ein Unfall in Duisburg. Dort ist ein UL in der Nähe des Hauptbahnhofs abgestürzt. Die beiden Insassen kamen ums Leben. Die Ermittlungen dauern an.

Von Isabella Sauer
Flugzeugabsturz in Duisburg: Am Sonntag ist ein UL unweit eines Zirkuszeltes mit voller Wucht auf den Boden aufgekommen. Es ging sofort in Flammen auf. Die Feuerwehr Duisburg eilte herbei. Foto: Feuerwehr Duisburg Einsatzdokumentation

In Duisburg in Nordrhein-Westfalen hat es am Sonntag, 5. September, einen tragischen Flugzeugabsturz gegeben, bei dem die beiden Insassen ums Leben kamen. Das Ultraleichtflugzeug stürzte in der Nähe der Autobahn A59 auf einem Parkplatz neben einem Zirkuszelt, in dem Eltern und ihre Kinder gerade eine Vorstellung verfolgten, ab.

Ersten Erkenntnissen nach ging die Staatsanwaltschaft am Montag zunächst von einem technischen Defekt am UL aus. So sagte Jill McCuller von der Staatsanwaltschaft Duisburg: „Darüber hinaus ermitteln wir aber auch, ob eventuell ein Pilotenfehler zu dem Unglück geführt hat.“ Man wolle anhand von Zeugenaussagen aufklären, ob die Mindestflughöhe unterschritten worden ist. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen hat einen ersten Bericht für November angekündigt.

Es ist nicht der einzige Flugzeugabsturz, der sich am zurückliegenden Wochenende ereignete. Ebenfalls am Sonntag stürzte eine Cessna 551 kurz vor Lettland in die Ostsee. An Bord war eine Familie aus Nordrhein-Westfalen. Mittlerweile konnten erste Fragmente des Wracks und Leichenteile geborgen werden.

Duisburg: Ultraleichtflugzeug stürzt neben Zirkuszelt ab – Crew ist sofort tot

Laut eines Pressesprechers der Polizei Duisburg waren zum Zeitpunkt des Unfalls rund 900 Besucher im Zirkuszelt Flic Flac. Der Eingang des Zirkuszelts lag nur rund 50 Meter von der Absturzstelle entfernt. „Das Ultraleichtflugzeug geriet nach dem Aufprall auf dem Platz, ein altes Güterbahnhofsgelände unweit der Autobahn, in Brand“, so der Polizeisprecher weiter. Um was für Ultraleichtflugzeug es sich gehandelt hat, konnte die Polizei auf Nachfrage am Dienstagmorgen nicht beantworten.

Laut Staatsanwältin Jill McCuller handelt es sich bei den beiden abgestürzten und tödlich verunglückten Insassen um einen 54 Jahre alten Mann aus Bottrop und einen 77 Jahre alte Dortmunder Sie sollen am Sonntagnachmittag am Flugplatz „Schwarze Heide“ (EDLD) in Dinslaken gestartet und zu einem Rundflug über Duisburg aufgebrochen sein.

Die Obduktionen haben ergeben, dass der Bottroper an einem Verbrennnungstrauma verstarb. Bei dem 77 Jahre alten Dortmunder war ein Polytrauma todesursächlich.

Flugzeugabsturz in Duisburg: Auch die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung ermittelt

Gegen 15 Uhr trafen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Duisburg am Unglücksort ein. In einem Facebook-Beitrag der Feuerwehr heißt es: „Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, standen acht Pkw sowie das Flugzeug in Vollbrand. Die Brandbekämpfung wurde direkt eingeleitet und konnte so das Ausbreiten des Feuers auf weitere Pkw verhindern.“ Der Einsatz war gegen 18 Uhr für die Feuerwehr Duisburg beendet.

Sobald es weitere Informationen zum Flugzeugabsturz in Duisburg gibt, werden Sie hier informiert.

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Isabella Sauer

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