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Flywhale hat Musterzulassung

Das UL-Amphibium FW02 von Flywhale Aircraft erhielt am 14. Juli vom DAeC die endgültige Zulassung. Damit ist in Deutschland der Startschuss gefallen für die Ausbildung von UL-Wasserflugpiloten

Von Redaktion
Flywhale: schnelles Reise-UL für Land und Wasser
Flywhale: schnelles Reise-UL für Land und Wasser Foto: Peter Wolter

Es war ein weiter Weg bis zur Musterzulassung – von den ersten Arbeiten an einem 1:1-Modell Ende 2008 bis zum Serienflugzeug sind fast neun Jahre vergangen. Jetzt kann der Hersteller voll ins Geschäft einsteigen. Produziert wird der Composite-Zweisitzer (Pilot Report in fliegermagazin #7.2017) in Dötlingen bei Bremen. Flywhale Aircraft ist der einzige deutsche Hersteller eines Wasserflugzeugs. Weiteres Alleinstellungsmerkmal: Sein Flugboot hat als einziges Wasserflug-UL eine deutsche Musterzulassung – was eine Voraussetzung für den Schulbetrieb ist.

Damit könnte in Deutschland etwas beginnen, wovon sowohl die UL- als auch die Wasserflugszene schon lange träumt: die Ausbildung zum UL-Wasserflugpiloten. Angeboten wird sie von der Flugschule Otto Lilienthal in Stechow-Ferchesar (Brandenburg), wo eine 690-Meter-Graspiste zur Verfügung steht, der Wasserflugbetrieb findet auf dem Sonderlandeplatz Welzow-Sedlitzer See zwischen Dresden und Cottbus statt. Voraussetzung für die UL-Wasserflugberechtigung sind 30 Flugstunden auf Land-Dreiachsern.

Auch auf Grasplätzen zu Hause: Amphibium FW02Peter Wolter
Auch auf Grasplätzen zu Hause: Amphibium FW02

Da Wasserflugplätze in Deutschland rar sind, wurde der Flywhale so ausgelegt, dass er auch problemlos im Landbetrieb eingesetzt werden kann. Ein elektromechanisches Einziehfahrwerk macht ihn zum Amphibium. Dank großer Räder kommt das Luftsportgerät auf Graspisten gut zurecht. Von einem 100-PS-Rotax-Motor angetrieben erreicht der Flywhale eine Reisegeschwindigkeit von 180 bis 190 km/h, die Reichweite mit optionalem zweiten Tank beträgt über 1000 Kilometer.

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