Junkers: UL-Zulassung für A50 Heritage mit Sternmotor
Junkers Aircraft hat vom DULV die Musterzulassung für den Metalltiefdecker A50 Heritage mit Verner-Sternmotor erhalten.
Die Ultraleichtflugzeuge von Junkers erweisen sich auf Messen oft als Publikumsmagnet. Denn hier trifft klassischer Metallflugzeugbau und die enge Anlehnung an die klassischen Junkersmodelle der 1930er-Jahre auf moderne und damit auch für Laien beherrschbare Technik.
Nach langer Testphase hat Junkers nun vom Deutschen Ultraleichtflugverband (DULV) die Musterzulassung für die A50 Heritage mit 600 Kilogramm MTOM erhalten. Das Flugzeug ist natürlich klassisch mit einem Spornradfahrwerk versehen. Unter oder sollte man besser vor der Cowling schreiben, sitzt ein Sternmotor von tschechischen Hersteller Verner mit sieben Zylindern vom Typ Scarlett 7U.
Junkers A50 Heritage
Die Junkers A50 Heritage hat am 3. August 2024 ihren Erstflug absolviert.
Die Heritage-Version der Junkers A50 hat einen Sternmotor und ist auf der AERO 2024 zu sehen,
Die Heritage-Version der Junkers A50 hat einen Sternmotor und ist auf der AERO 2024 zu sehen,Junkers A50 Heritage: Verner-Sternmotor Scarlett 7U im Detail
Das Vergasertriebwerk ist luftgekühlt und hat einen Hubraum von 4,74 Litern. Im Datenblatt werden als Maximalleistung 124 PS angegeben. Die TBO liegt nach Herstellerangaben bei 1000 Stunden. Der Direktantrieb treibt einen Zweiblatt-Holzpropeller vom Typ AEROBAT 8358R an. Das beste Steigen (Vy) gibt das Kennblatt mit 4,14 m/s (entspricht rund 850 ft/min) an.
Die Abmessungen des Tiefdeckers gleichen praktisch dem Schwestermodell A50 Junior, das von einem Rotax 912 iS-Einspritzer angetrieben wird.
- Spannweite: 9,84 m
- Flügelfläche: 13,309 m2
- Länge: 7,13 m
- Höhe: 2,98 m
Wir haben uns die A50 Heritage bereits intensiv angesehen und auf dem vorderen Cockpit-Platz gesessen. Natürlich nicht, ohne das Triebwerk auch zu starten. Welche Besonderheiten der Sternmotor dabei dem Piloten abverlangt, lesen Sie hier. Die frisch zugelassene Junkers A50 Heritage ist auch auf der AERO 2026 zu sehen (Halle A3, Stand 117).

Dirk M. Oberländer, Jahrgang 1975, verbrachte seine Jugend beim Segelfliegen am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg. Später folgte der Abschied vom Schieben und Umstieg zum Ultraleicht-Fliegen. Die zweite große Leidenschaft, das Schreiben, brachte Dirk zu Stadtmagazinen, Tageszeitungen, Kundenmedien und in die wunderbare Welt der Werbung. Immer mit einem Faible für Technik und die Menschen dahinter. So war es nur eine Frage der Zeit, bis der studierte Kultur- und Medienmanager beim fliegermagazin landete. Am Boden ist Dirk bevorzugt mit Laufschuhen und Rad unterwegs – im Urlaub auch gern mal mit Zelt in Richtung Süden.


