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Mitflugzentrale Wingly startet Crowdfunding-Kampagne

Die Mitflugbörse Wingly sucht per Crowdfunding private Investoren zur Kapitalerhöhung. Wie viele Piloten gehören schon zur Community?

Von Dirk M. Oberländer
Gründerteam von Wingly
Wingly-Gründer: Emeric de Waziers (links) und Bertrand Joab-Cornu (rechts) Bild: Wingly

Die Mitflugbörse Wingly bringt Piloten und Mitflieger zusammen. Das französische Unternehmen vermittelt über seine Website nicht-kommerzielle Mitflüge bei Privatpiloten. Die Kosten werden zu gleichen Teilen zwischen Pilot und Passagieren geteilt. Auch das Anbieten kommerzieller Mitflüge ist möglich.

Die Mitflugbörse ist in Frankreich, Deutschland, Österreich, Schweiz und Großbritannien aktiv. Und erwirtschaftet einen Großteil des Umsatzes in Frankreich (40 Prozent), Deutschland (35 Prozent) sowie der Schweiz und Großbritannien (je 10 Prozent). Mehr als 100.000 Flugbegeisterte nutzen das Angebot seit der Gründung im Jahr 2015.

Pilot und Passagier Pilot und Passagier
Das Mitflugportal wingly.io vermittelt nicht-kommerzielle Flüge (Foto: Wingly)

Wingly nutzt Crowdfunding zur Kapitalerhöhung

Inzwischen ist Wingly die größte Mitflugbörse Europas. Jüngst beendeten die drei Gründer Emeric de Waziers (CEO), Bertrand Joab-Cornu (COO) und Lars Klein eine neue Finanzierungsrunde. Dabei sammelten sie 3,5 Millionen Euro frisches Kapital ein. Das Geld stammt von bereits beteiligten Investoren – unter anderem dem Luftfahrt-Investmentfund Innovacom.

Ab sofort können auch Privatpersonen in das Unternehmen investieren. Dafür läuft auf der Plattform Crowdcube eine Crowdfunding-Kampagne. Private Investorinnen und Investoren die gleichen Bedingungen wie institutionelle Anleger.

Wingly-Gründer Wingly Lars Klein, Bertrand Joab-Corn, Emeric de Waizers (Foto: Wingly)

Bis 19. Juni sind private Investments möglich

CEO Emeric de Waziers erklärt, warum die Mitflugzentrale bei der Kapitalerhöhung auf Crowdfunding setzt: „Für Wingly ist es eine Möglichkeit, seine Community von über 450.000 Mitgliedern, darunter 25.000 Privatpiloten, zu engagieren und zu vereinen. Wir haben immer wieder Anfragen von unseren Nutzern, besonders von unseren Piloten, erhalten, in unser Start-up zu investieren. Dieses Interesse verstärkte sich insbesondere nach der Bekanntgabe unserer früheren Finanzierungsrunden. Jetzt bietet sich die Gelegenheit. Es gibt wirklich nichts Schöneres und Sinnvolleres, als den Erfolg unseres Unternehmens mit unserer Community zu teilen, die Wingly tagtäglich am Leben erhält. Dies ist sehr ähnlich der Wertschätzung, die wir auch unseren Teams durch BSPCE (ein französisches Pendant zu Aktienoptionen) entgegenbringen: Es ist eine Art, zu motivieren, Interesse zu wecken und gemeinsam Aufgebautes zu teilen.“

Die Crowdfunding-Kampagne läuft noch bis zum 19 Juni 2024.

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Über den Autor
Dirk M. Oberländer

Dirk M. Oberländer, Jahrgang 1975, verbrachte seine Jugend beim Segelfliegen am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg. Später folgte der Abschied vom Schieben und Umstieg zum Ultraleicht-Fliegen. Die zweite große Leidenschaft, das Schreiben, brachte Dirk zu Stadtmagazinen, Tageszeitungen, Kundenmedien und in die wunderbare Welt der Werbung. Immer mit einem Faible für Technik und die Menschen dahinter. So war es nur eine Frage der Zeit, bis der studierte Kultur- und Medienmanager beim fliegermagazin landete. Am Boden ist Dirk bevorzugt mit Laufschuhen und Rad unterwegs – im Urlaub auch gern mal mit Zelt in Richtung Süden.

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  • Wingly
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