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Navigations-App Garmin Pilot mit neuen Features

Mit der neuen Version 10.0 bringt Garmin die Funktionen seiner Navigations-App Garmin Pilot näher an die der Einbau-Avionik

Von Thomas Borchert
Garmin Pilot 10.0
Mit der Höhenplanung können Piloten absehen, wie sich ein Wechsel der Flughöhe für verschiedene Streckenabschnitte auswirkt Foto: Garmin

Die neue Version von Garmin Pilot ist ab sofort verfügbar. Nun kann man in der Navigations-App auch IFR-An- und -Abflugverfahren in den Flugplan laden und abfliegen. Außerdem lassen sich nun je Flugabschnitt unterschiedliche Höhen planen. Höhenbeschränkungen eines IFR-Abflugverfahrens werden automatisch in den Flugplan integriert. Bei der Berechnung von Flugzeiten und Treibstoffverbrauch werden die in der Flugplanung angegebenen Höhen automatisch berücksichtigt. Diese Höhenplanung ermöglicht bei Sichtflügen zum Beispiel relativ einfach, auf die Geländehöhe schon in der Flugplanung einzugehen oder Lufträume zu unter- oder zu überfliegen.

Garmin Pilot 10.0Foto: Garmin
Die für eine geplante Route benötigten Karten und Daten lassen sich als Paket herunterladen

Ein neues Feature ermöglicht es, alle Daten für einen geplanten Flug als Paket herunterzuladen, sodass man immer sicher sein kann, alle erforderliche Karten, Wetter- und NOTAM-Daten dabei zu haben.

Garmin Pilot 10.0Foto: Garmin
An- und Abflugverfahren für IFR-Flüge können in einer praktischen visuellen Darstellung ausgewählt werden

Ebenso können IFR-Piloten nun in einer grafischen Darstellung innerhalb der Navigations-App Garmin Pilot die geeigneten Verfahren je nach ihrer Flugrichtung auswählen, etwa Anflüge, Standard Instrument Departures und Standard Arrivals. Auch die Eingabe von benutzerdefinierten Warteschleifen (user-defined holds) ermöglich Garmin Pilot jetzt. Platzrunden für VFR-Flüge zeigt die App schon seit einiger Zeit an.

Die Navigations-App Garmin Pilot zeichnet sich wie schon seit längerem vor allem auch dadurch aus, dass sie mit entsprechend ausgerüsteter Einbau-Avionik im Connext-System von Garmin kommunizieren kann. So lassen sich je nach Ausstattung der im Flugzeug verbauten Avionik Flugpläne, Datenbank-Updates und sogar Motordaten in beide Richtungen übertragen. Zur Einführung dieser Funktion haben wir 2016 ein Video gemacht, bei dem es vor allem um die Synchronisation von Flugplänen zwischen Tablet-Computer und Panel-Avionik geht:

Garmin Connext Funktion in ihrer ersten Version 2016

Über den Autor
test Thomas Borchert

Thomas Borchert begann 1983 in Uetersen mit dem Segelfliegen. Es folgte eine Motorsegler-Lizenz und schließlich die PPL in den USA, die dann in Deutschland umgeschrieben wurde. 2006 kam die Instrumentenflugberechtigung hinzu. Der 1962 geborene Diplom-Physiker kam Anfang 2009 vom stern zum fliegermagazin. Er fliegt derzeit vor allem Chartermaschinen vom Typ Cirrus SR22T, am liebsten auf längeren Reisen und gerne auch in den USA.

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