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Ostfriesischer-Flug-Dienst verkündet Aus für brandneue Tecnam P2006T
Die fast neuen Tecnam P2006T werden doch nicht im Helgoland-Linienverkehr eingesetzt. Strenge Vorgaben machen den Betrieb unwirtschaftlich.
Die drei fast werksneuen Hochdecker Tecnam P2006T sollten nach der ursprünglichen Planung von den Flugplätzen Nordholz und Heide aus Helgoland bedienen. Doch bei der Zulassung für den gewerblichen Flugverkehr gab es immer wieder Verzögerungen.
Nun verkündet OFD Geschäftsführer Timo Trapp das Aus für die Tecnam P2006T im Liniendienst: „Die Vorbereitungen für das finale gewerbliche Zulassungsverfahren haben sich als komplexer und wesentlich umfangreicher erwiesen als im Vorfeld angenommen. Wir sehen leider keine wirtschaftlich akzeptable Möglichkeit, die geforderte Vorflugkontrolle für unser Einsatzgebiet umzusetzen.“
Hoher Kontrollaufwand macht Betrieb unwirtschaftlich
Hintergrund für die Entscheidung sind extrem restriktive Regeln beim täglichen Vorflug-Check vor dem ersten Einsatz. Die technischen Anforderungen des Herstellers schreiben vor, dass diese Kontrolle ausschließlich durch zertifizierte Fluggerätemechaniker direkt am Standort des Instandhaltungsbetriebes erfolgen müssen.
Die Werftbetriebe liegen beim OFD in Oostwold und Heide. Damit wären laut Pressemitteilung zahlreiche Leerflüge ohne Passagiere notwendig gewesen. Die geplanten Strecken ließen sich so nicht wirtschaftlich betreiben.
Nun sucht der ODF wohl nach Käufern für die praktisch werksneuen Maschinen und prüft parallel, welches neue Muster den Fehlkauf ersetzen kann. Eine Rückkehr zu den bereits ausgemusterten
Britten-NormanIslander schließt das Emdener Unternehmen allerdings aus.
Um mehr Details zu erfahren, hatte das fliegermagazin beim OFD ein Interview angefragt – das leider abgelehnt wurde.

Dirk M. Oberländer, Jahrgang 1975, verbrachte seine Jugend beim Segelfliegen am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg. Später folgte der Abschied vom Schieben und Umstieg zum Ultraleicht-Fliegen. Die zweite große Leidenschaft, das Schreiben, brachte Dirk zu Stadtmagazinen, Tageszeitungen, Kundenmedien und in die wunderbare Welt der Werbung. Immer mit einem Faible für Technik und die Menschen dahinter. So war es nur eine Frage der Zeit, bis der studierte Kultur- und Medienmanager beim fliegermagazin landete. Am Boden ist Dirk bevorzugt mit Laufschuhen und Rad unterwegs – im Urlaub auch gern mal mit Zelt in Richtung Süden.

