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ZeroAvia fliegt Piper M-Klasse mit Wasserstoff

Der umgebaute Sechssitzer nutzt Brennstoffzellen als Energiespeicher für seinen Elektroantrieb.

Von Redaktion
ZeroAvia

Diese Technologie soll die Luftfahrt revolutionieren: Brennstoffzellen, die Wasserstoff zusammen mit dem Sauerstoff der Luft in elektrische Energie umwandeln, könnten die klimaneutrale Zukunft von Flugzeugen sein. Denn statt Abgasen bleibt nach dem Prozess lediglich Wasser übrig.

Das britische Unternehmen ZeroAvia hat jetzt bewiesen, dass dies keine Träumerei ist: Der innovativen Firma ist jetzt der erste Flug eines kommerziellen Flugzeugs mit Brennstoffzellen-Technologie gelungen. Dafür hat ZeroAvia eine Piper auf Elektroantrieb umgebaut. Als M350 ist der Sechssitzer serienmäßig mit einem Kolbenmotor ausgerüstet, als M500 und 600 sogar mit einer Propellerturbine.

Vor wenigen Monaten hatte ZeroAvia bei Testflügen im Juni als Energieträger noch Batterien verwendet – und nun gezeigt, dass auch eine Brennstoffzelle geeignet sein kann. Ihr Vorteil: Batterien müssen aufgeladen werden – wegen der großen Energiemengen, die zum Fliegen benötigt werden, ist das umständlich und dauert lange. Wasserstoff dagegen kann in wenigen Minuten nachgetankt werden. Eine entsprechende Tankstelle hat das Unternehmen am britischen Cranfield Airport, an dem es die Flugversuche durchführt, bereits eingerichtet.

ZeroAvia mit Sitz in London und Kalifornien bezeichnet sich selbst als führendes Unternehmen beim Thema klimaneutrale Luftfahrt. Ziel ist es, mit der Brennstoffzellen-Technolgie kommerzielle Luftfahrzeuge mit 10-20 Sitzen auf Strecken von bis zu 500 Nautischen Meilen zu betreiben.

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