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Garmin Pilotenuhr: D2 Mach 2 und D2 Air X15 im Überblick

Garmin stellt zwei neue Pilotenuhren vor. Die Smartwatches bieten jede Menge Funktionen für das Fliegen, alle denkbaren Sportarten und den Alltag.

Von Thomas Borchert Fliegermagazin bei Google bevorzugen
Garmin Pilotenuhr: D2 Mach 2 und D2 Air X15
Die zwei Neuen: Das Topmodell D2 Mach 2 (links) ist deutlich größer als die günstigere D2 Air X15 (rechts). Bild: Hannah Brandt Garmin Pilotenuhr: D2 Mach 2 und D2 Air X15

Seit vielen Jahren steht die smarte Pilotenuhr bei Garmin mit der D2-Familie im Programm. Sie sind aus den Fitnessuhren des Unternehmens abgeleitet, aber sehr geschickt auf die Bedürfnisse von Piloten angepasst. Jetzt sind zwei neue Modelle erschienen: die D2 Air X15 am unteren Ende des Preisspektrums und die D2 Mach 2 als neues Topmodell.

Ganz klar: Kein Pilot »braucht« eine Uhr, um herauszufinden, wie spät es ist. Deshalb sind Smartwatches mit ihren vielen Zusatzfunktionen gerade in der Fliegerei besonders interessant. Solche »intelligenten« Uhren stehen meist per Bluetooth mit einem Smartphone in Verbindung und nutzen dessen Internetverbindung, um eine Fülle von Daten zu laden und am Handgelenk des Trägers darzustellen.
Gerade bei den Luftfahrtfunktionen glänzt die Garmin Pilotenuhr.

Garmin Pilotenuhr mit neuer Darstellung von METAR und TAFGarmin Pilotenuhr mit neuer Darstellung von METAR und TAF
Nach Geschmack: Die neue Darstellung von METAR und TAF enthält sowohl die bekannten Code-Meldungen als auch eine grafische Aufbereitung mit Symbolen, die einen schnellen Überblick ermöglicht. Automatisch kann der nächstgelegene Flugplatz abgerufen werden. Bild: Hannah Brandt

Flugnavigation immer griffbereit

Selbstverständlich enthalten sie Satellitennavigations-Empfänger und wissen daher immer genau, wo sie sind. Ein Luftdrucksensor kann die Höhe messen. Und Sensoren auf der Rückseite messen am Handgelenk Puls und Sauerstoffgehalt im Blut. Die Geräte haben eine Luftfahrtdatenbank mit umfangreichen Informationen über Flugplätze weltweit inklusive Bahndaten, Frequenzen und mehr, die kostenlos und automatisch aktualisiert wird.

Die D2 Mach 2 verfügt außerdem über eine Luftfahrtkarte mit Plätzen, Lufträumen und Funkfeuern. Die Bedienung erfolgt sowohl über Knöpfe am Gehäuse als auch mit Hilfe des Touchscreens, der von kratzfestem Gorilla-Glas geschützt wird. Es gibt die von GPS-Navis bekannte Möglichkeit, per Knopfdruck eine Liste der nächstgelegenen Flugplätze anzuzeigen und mit Direct-to die Navigation zu starten. Bei einer Verbindung zur Navigations-App Garmin Pilot auf dem Tablet können von dort komplexe Flugpläne in die Uhr übertragen werden.

Wetteranzeige der D2 Air X15 Wetteranzeige der D2 Air X15
Schönes Wetter: Die neue Wetteranzeige der D2 Air X15 integriert »Laien«- und Luftfahrt-Meldungen und stellt sie in einer sehr ansprechenden und grafisch leicht verständlichen Form dar. Die Daten werden via Smartphone geladen. Bild: Hannah Brandt

Was die Garmin Pilotenuhr im Cockpit leistet

Deren Flugmodus, der auf Wunsch automatisch startet, wenn eine entsprechende Steigrate einen Start vermuten lässt, zeigt Kursablage, Höhe und die üblichen Navi-Daten an. Flugzeit und -strecke werden aufgezeichnet und später ans Smartphone übertragen. Erster Unterschied zwischen beiden Modellen:

Nur die Mach 2 kann Karten darstellen. Neu bei beiden Uhren: Mit geeigneter Panel-Avionik werden sogar Daten von dort im Flug ans Display übertragen. Ist das Flugzeug mit Garmin PlaneSync ausgestattet, können aus der Ferne Treibstoff-Füllstände und andere Daten aus dem Hangar an die Uhr gesendet werden.

Mach 2 mit KartendarstellungenMach 2 mit Kartendarstellungen
Das kann nur die Mach 2: Kartendarstellungen für die Luftfahrt enthalten Flugplätzen, Lufträume, Flugpläne aus Garmin Pilot und mehr. Auch ein Regenradarbild lässt sich einblenden. Detaillierte Karten sind auch für die Navigation beim Wandern, Radfahren oder Golfen verfügbar. Bild: Hannah Brandt

Alle Flugdaten sofort verfügbar

Schon bei der Flugvorbereitung sind nicht nur die Flugplatzdaten hilfreich, sondern auch die Wetterfunktionen. Es gibt stunden- und tageweise weitreichende Vorhersagen, dazu METAR und TAF. Die können automatisch vom nächstgelegenen Platz kommen, oder von einer Liste mit Lieblingsplätzen, oder von beliebigen Airports weltweit. Die grafische Darstellung wurde bei den neuen Uhren deutlich verbessert.

Eine der nützlichsten Funktionen beider Uhren fürs Fliegen und für den Alltag: Sie haben eine erstaunlich helle LED-Taschenlampe, die in verschiedenen Helligkeitsstufen weißes oder rotes Licht in die Dunkelheit bringt. Neu ist auch die Spracherkennung der Uhren: »Starte einen Countdown von 1:30 Minuten« oder ähnliche Befehle sind möglich.

Garmin Pilotenuhr für Alltag und Sport

Ohnehin bringen die Uhren eine Fülle von Funktionen für den Alltag mit. Sie können eingehende Nachrichten oder Anrufe ebenso wie anstehende Termine signalisieren. Ein schier unzählbare Zahl von Sportarten wird unterstützt, etwa Wandern oder Radfahren, Übungen im Sportstudio, Motorsportarten oder Golfen. Die D2 Mach 2 fungiert sogar als Tauchcomputer in Tiefen bis 40 Meter, auch mit Nitrox-Mischungen. Schlafanalysen, Gezeitenverläufe sowie Sonnenauf- und -untergangszeiten lassen sich ebenso nutzen.

Die D2 Air X15 gibt es mit silbernem oder schwarzem Gehäuse, das einen Durchmesser von 45 Millimetern hat. Sie wird mit einem schwarzen Silikonarmband und Ladekabel geliefert. Der Akku hält bis zu zehn Tagen. Die D2 Air X15 kostet etwa 650 Euro.

Garmin Pilotenuhr mit roter METAR-AnzeigeGarmin Pilotenuhr mit roter METAR-Anzeige
Nebel in Hamburg: Das Wetter ist unterhalb der vom Piloten gewählten Minima, deshalb färbt sich die METAR-Anzeige im Zifferblatt rot. Bild: Hannah Brandt

Mehr Auswahl für Piloten

Während der Vorgänger D2 Mach 1 Pro manchen Piloten schon zu groß war, gibt es die neue Mach 2 in zwei Varianten: Die kleinere mit 47 Millimeter Durchmesser gefällt uns in ihrer Kompaktheit besonders gut. Sie wird mit braunem Leder- und schwarz-blauem Silikonarmband geliefert und kostet etwa 1500 Euro. Ihr Akku hält bis zu 14 Tage. Die Version mit 51 Millimeter Durchmesser hat statt des Lederarmbands eines mit Titan-Gliedern; das Akku schafft bis zu 26 Tage. Ein Ladekabel ist natürlich auch stets dabei.

Die neuen Uhren werden im Alltag, beim Sport und erst recht beim Fliegen rasch unverzichtbar. So gewöhnt man sich schnell daran, dass Flugzeiten automatisch aufgezeichnet werden, Wetter stets verfügbar ist und das Suchen im Dunkeln ein Ende hat.

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Über den Autor
Thomas Borchert

Thomas Borchert begann 1983 in Uetersen mit dem Segelfliegen. Es folgte eine Motorsegler-Lizenz und schließlich die PPL in den USA, die dann in Deutschland umgeschrieben wurde. 2006 kam die Instrumentenflugberechtigung hinzu. Der 1962 geborene Diplom-Physiker kam Anfang 2009 vom stern zum fliegermagazin. Er fliegt derzeit vor allem Chartermaschinen vom Typ Cirrus SR22T, am liebsten auf längeren Reisen und gerne auch in den USA.

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