NEWS

AOPA-Germany meldet: EASA akzeptiert günstige Feuerlöscher

Halon-Feuerlöscher sind seit Januar in Flugzeugen verboten. Nun hat die EASA einer pragmatischen Alternativ-Lösung zugestimmt.

Von Thomas Borchert Fliegermagazin bei Google bevorzugen
e-Jet Aerosol
Der e-Jet Aerosol ist ein kompakter Aerosol-Feuerlöscher Bild: Hersteller

Seit Monaten kümmert sich der Pilotenverband AOPA-Germany um das Thema: Anfang des Jahres ist die Ausnahmegenehmigung zur Verwendung des klimaschädlichen Löschmittels Halon in Flugzeugen ausgelaufen. Das heißt: Die bislang vielfach in Flugzeugen zu findenden Halon-Feuerlöscher zum Ersticken von Bränden auch in der geschlossenen Kabine sind seit Anfang 2026 verboten.

In der kleinen Luftfahrt sind Feuerlöscher an Bord für ELA2-Flugzeuge vorgeschrieben, also für Einmots ab 1200 Kilogramm MTOM. Luftfahrtzugelassene Alternativen ohne Halon sind sehr teuer (zirka 1500 Euro) und außerdem schwer zu bekommen. Doch es bieten sich auch sehr günstige Aerosol-Feuerlöscher an, die zur Verwendung in engen geschlossenen Räumen wie Autos, Bootskabinen oder eben Flugzeugkabinen geeignet sind.

Auf Betreiben der AOPA hat die EASA nun offenbar zugestimmt, diese Feuerlöscher als legale Alternative zu nutzen, solange sie nicht fest eingebaut sind. Auf der Website der AOPA-Germany finden sich dazu alle weiteren Informationen.

Feuerlöscher für 100 Euro

Die AOPA nennt konkret die Feuerlöscher e-Jet Aerosol für 60 Euro und Maus XTIN Klein für 100 Euro, die im Netz leicht zu finden seien. Möglich ist diese kostengünstige Lösung allerdings nur im privaten Luftverkehr nach Part NCO.

LESEN SIE AUCH
Wissen

Passagiere im Privatflugzeug mitnehmen – Was muss ich beachten?

Feuer auf dem Flugplatz Varrelbusch
News

Brand zerstört Flugplatz Varrelbusch (EDWU) bei Cloppenburg

Über den Autor
Thomas Borchert

Thomas Borchert begann 1983 in Uetersen mit dem Segelfliegen. Es folgte eine Motorsegler-Lizenz und schließlich die PPL in den USA, die dann in Deutschland umgeschrieben wurde. 2006 kam die Instrumentenflugberechtigung hinzu. Der 1962 geborene Diplom-Physiker kam Anfang 2009 vom stern zum fliegermagazin. Er fliegt derzeit vor allem Chartermaschinen vom Typ Cirrus SR22T, am liebsten auf längeren Reisen und gerne auch in den USA.

Schlagwörter