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Cirrus G3 Vision Jet jetzt mit sechs Sitzen und vielen Neuerungen
Mit der dritten Generation (G3) des Vision Jet führt Hersteller Cirrus drei wichtige Neuerungen und viele Detailverbesserungen ein.
Es war einer der am meisten geäußerten Wünsche der Kundschaft, sagt Cirrus Aircraft: sechs Erwachsenenplätze im Cirrus Vision Jet. Bislang passten fünf Erwachsene und zwei Kinder in den einzigen Personal Jet am Markt. Mit dem jetzt präsentierten Cirrus G3 Vision Jet (also der dritten Generation) sind es sechs Plätze für Erwachsene und dazu noch einer für ein Kind, kurz als 6+1 zusammengefasst.
An der maximal erlaubten Abflugmasse (MTOM) des einstrahligen Vision Jet hat sich allerdings nichts geändert, nur das Leergewicht ist um etwa 15 Kilogramm gesunken. So liegt die Zuladung laut Cirrus nun bei etwa 1110 Kilogramm. Damit können sechs durchschnittlich schwere Erwachsene immer noch Sprit für etwa 500 Nautische Meilen und mehr tanken.
Mehr als 30 Detailverbesserungen im Cirrus G3 Vision Jet
Die neue Rückbank ist nur eine von vielen Neuerungen im Cirrus G3 Vision Jet. Sie ist nun ganz hinten an der Kabinenwand untergebracht und hat drei Sicherheitsgurten. Den Platz können sich zwei Erwachsene oder drei kleinere Personen teilen.
Cirrus Vision Jet G3Neu im G3 Vision Jet ist auch die digitale Datenübertragung CPDLC. Damit können Crew und Flugsicherung zusätzlich zum Sprechfunk mit Textnachrichten kommunizieren. Bei Flügen oberhalb von Flugfläche 280 ist das in vielen Lufträumen vorgeschrieben – der Vision Jet kommt bis FL 310. So können zum Beispiel Flugplanänderungen als Textnachricht empfangen und direkt in das Flight Management System übertragen werden.
Mehr als 30 Detailänderungen gibt Cirrus als dritte große Neuerung im G3 Vision Jet an. Dazu zählen neu entworfene und bequemere Sitze, die bereits von der Kolbeneinmot SR22 bekannten Spectra Lights an den Flügelenden und neue Farbschemen für den Innenraum und außen am Flugzeug. Sogar eine komplett schwarz lackierte Variante ist möglich. Die zuvor silberfarbenen Enteisungs-„Boots“ an den Tragflächenvorderkanten sind nun auch in schwarz erhältlich.
Cirrus Vision Jet 3 RückbankWas kostet der Cirrus G3 Vision Jet?
Für Kenner des Flugzeugs ist eine weitere Neuerung sofort ersichtlich: Vorne rechts am Bug befindet sich bei bisherigen Vision Jets eine recht große Klappe, die sich am Boden und im Flug für die Klimaanlage öffnet. Sie wurde nun durch ein festes Lüftungsgitter ersetzt.
Cirrus Vision Jet G3 Spectra LightsDer Cirrus G3 Vision Jet ist ab sofort erhältlich. Die FAA-Zulassung besteht bereits, die der europäischen EASA wird im Sommer erwartet. Die Neuerungen haben den Preis des Personal Jets um etwa 180.000 US-Dollar erhöht. Mit Vollausstattung liegt er nun bei etwa 3,68 Millionen US-Dollar.
Wer sich im deutschsprachigen Raum für den Vision Jet interessiert, wendet sich an CD Aircraft am Flugplatz Schönhagen (EDAZ) bei Berlin, E-Mail [email protected], Telefon 033 73/17 06 40.

Thomas Borchert begann 1983 in Uetersen mit dem Segelfliegen. Es folgte eine Motorsegler-Lizenz und schließlich die PPL in den USA, die dann in Deutschland umgeschrieben wurde. 2006 kam die Instrumentenflugberechtigung hinzu. Der 1962 geborene Diplom-Physiker kam Anfang 2009 vom stern zum fliegermagazin. Er fliegt derzeit vor allem Chartermaschinen vom Typ Cirrus SR22T, am liebsten auf längeren Reisen und gerne auch in den USA.

