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EASA plant eigene Holm-AD für Piper PA-28 und PA-32

Die europäische Flugsicherheitsbehörde übernimmt nicht die kürzlich erlassene Anweisung der US-amerikanischen FAA.

Von Redaktion

Am 15. Januar 2021 hat die FAA die Airworthiness Directive AD 2020-26-26 erlassen. Sie schreibt die Inspektion des Flügelholms an bestimmten Modellen von Pipers Tiefdecker PA-28 und PA-32 vor. Dazu müssen die äußeren Bolzen der Tragflächenbefestigung entfernt und die Bolzenlöcher auf Risse untersucht werden.

Auslöser für die Anweisung war ein Unfall 2018 bei einer US-amerikanischen Flugschule. Dort hatte eine PA-28R-201 im Flug eine Tragfläche verloren.

Prinzipiell hält auch die EASA die von der FAA angeordneten Maßnahmen für notwendig. Dennoch entschied sich die europäische Behörde dagegen, die AD für sich zu übernehmen.

Der Grund liegt in der Berechnung, nach der die FAA die Notwendigkeit der Inspektion festlegt. Nur Maschinen mit einer „faktorisierten Gesamtstundenzahl“ von über 5000 müssen sie durchführen. Ermittelt wird der Wert durch eine Formel, in die die Anzahl der durchgeführten 100-Stunden-Kontrollen einfließt.

Damit will die Behörde die härtere Beanspruchung von Flugzeugen im Trainingsbetrieb berücksichtigen. Im Schulbetrieb ist die 100-Stunden-Kontrolle nämlich unter US-Regularien verpflichtend, die im privaten Betrieb freiwillig durchgeführten Kontrollen sollen bei der Berechnung nicht berücksichtigt werden.

Die EASA sieht diese Methode der Stundenermittlung aufgrund der unterschiedlichen Gesetzeslage für eine europäische AD als nicht geeignet an. Derzeit arbeitet die Behörde an einer eigenen Vorschrift.

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