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FAA testet digitale Abflugfreigabe für IFR-Flüge

Die US-Luftfahrtbehörde will den Funkverkehr entlasten. IFR-Abflugfreigaben sind künftig per App bzw. Avionik-System möglich.

Von Dirk M. Oberländer
IFR-Abflugfreigabe per App statt Funk
IFR-Abflugfreigabe per App statt Funk Bild: FAA

Pilotinnen und Piloten in den USA sollen IFR-Abflugfreigaben künftig häufiger direkt über eine Flugplanungs-App anfordern können. Die US-Luftfahrtbehörde FAA treibt dafür das System „Mobile Clearance“ voran. Es übermittelt Freigaben digital und soll den Sprechfunk entlasten.

Nach Angaben der FAA können Besatzungen die Freigabe über unterstützte Navigations-Apps von ForeFlight und Garmin anfordern. Dadurch sollen Übertragungs- und Rücklesefehler sinken. Gleichzeitig gewinnen Fluglotsinnen und Fluglotsen mehr Zeit für die Überwachung von Rollwegen, Startbahnen und Flugbewegungen.

Der Testbetrieb läuft bereits, landesweiter Ausbau bis 2027

Die betriebliche Erprobung findet seit Mai 2026 im Raum Houston satt. Im Sommer kommen Appleton International Airport in Wisconsin und New Century AirCenter in Kansas hinzu. Weitere Standorte, darunter Kansas City, Nashville und Austin, sollen im Herbst folgen.

Ab August 2026 soll das System zusätzlich die digitale Aufhebung eines IFR-Flugplans ermöglichen. Das ist beispielsweise dann interessant, wenn Pilotinnen und Piloten nach dem Durchflug einer Wolkenschicht unter Sichtflugbedingungen weiterfliegen möchten. Eine landesweite Einführung der „Mobile Clearance“ plant die FAA bis Februar 2027.

Für europäische Privatpilotinnen und Privatpiloten hat das Projekt zunächst keine unmittelbare Auswirkung. Es zeigt jedoch, wie digitale Verfahren künftig auch in der Allgemeinen Luftfahrt den Sprechfunk ergänzen können. Die Funkbereitschaft bleibt dennoch vorgeschrieben – etwa für kurzfristigen Änderungen der Freigabe und zur Absicherung gegen Ausfälle der digitalen Apps.

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Über den Autor
Dirk M. Oberländer

Dirk M. Oberländer, Jahrgang 1975, verbrachte seine Jugend beim Segelfliegen am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg. Später folgte der Abschied vom Schieben und Umstieg zum Ultraleicht-Fliegen. Die zweite große Leidenschaft, das Schreiben, brachte Dirk zu Stadtmagazinen, Tageszeitungen, Kundenmedien und in die wunderbare Welt der Werbung. Immer mit einem Faible für Technik und die Menschen dahinter. So war es nur eine Frage der Zeit, bis der studierte Kultur- und Medienmanager beim fliegermagazin landete. Am Boden ist Dirk bevorzugt mit Laufschuhen und Rad unterwegs – im Urlaub auch gern mal mit Zelt in Richtung Süden.

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