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Hackerangriff bei Garmin

Garmin erholt sich von einem schweren Hackerangriff, der Online-Dienste im Luftfahrtbereich und in der Schiffahrt sowie im Fitnessbereich blockierte.

Von Redaktion
Garmin Connext
Neuere Garmin-Avionik kann über die FlightStream-510-Steckkarte drahtlos per WLAN aktualisiert werden Foto: Thomas Borchert

Seit dem 23. Juli waren bei Garmin praktisch alle Online-Dienste und ebenso der Kundenservice offline. Dies betraf unter anderem auch den Download von Luftfahrt-Datenbanken sowie Wetterdaten. Auch die Synchronisation von Garmin-Pilotenuhren sowie den ähnlich gebauten Fitnesstracker-Uhren von Garmin war tagelang nicht möglich. Die flyGarmin-Website, Connext-Dienste zur Verbindung von Einbau-Avionik und Tablets sowie die Navigations-App Garmin Pilot waren alle betroffen

Inzwischen sind nur noch vereinzelte Systeme im Wiederaufbau, flyGarmin und die Luftfahrt-Datenbanken sind voll verfügbar. In der Zeit des Ausfalls war ohnehin kein Datenbank-Update fällig.

Auf einer eigenen Webseite beantwortet der Avionik-Hersteller die wichtigsten Fragen zum Hackerangriff. Sicherlich eine der wichtigsten Informationen: Kundendaten sind laut Garmin weder gestohlen worden noch verloren gegangen; einen unberechtigten Zugriff auf diese Daten hat es nicht gegeben. Das gilt auch für den Bezahldienst Garmin Pay.

Garmin D2Foto: Garmin
Die Pilotenuhren der D2-Delta-Familie von Garmin bietet vielseitige Funktionen

Nach Berichten, die von Garmin nicht bestätigt wurden, hat womöglich ein russischer Hacker namens Evil Corp die Garmin-Systeme angegriffen, mit Hilfe sogenannter Ransomware blockiert und ein Lösegeld von zehn Millionen US-Dollar gefordert. Die Wortkombination aus dem englischen Wort für Lösegeld (ransom) und Software beschreibt Programme, die ein Computersystem lahmlegen, bis die betroffene Firma Geld bezahlt.

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