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Lightspeed präsentiert Rotax-ANR für das Delta Zulu
Lightspeed und Rotax haben für das ANR-Headset Delta Zulu ein Profil zur Geräuschreduzierung entwickelt, das auf Rotax-Motoren optimiert ist.
Das ist gerade für europäische Piloten interessant: Der US-amerikanische Hersteller Lightspeed hat sich mit dem österreichischen Motorenbauer Rotax zusammengetan. Für das ANR-Headset Lightspeed Delta Zulu haben sie eine Software zur aktiven Geräuschunterdrückung (Active Noise Reduction, kurz ANR) entwickelt, die speziell auf das Frequenzspektrum der Rotax-Motoren aus der 912er-Familie optimiert ist.
Bekanntlich drehen die Rotax-Motoren mit etwa 4500 rpm etwa doppelt so hoch wie traditionelle Flugmotoren etwa von Continental oder Lycoming. Ein Untersetzungsgetriebe bringt die Propellerdrehzahl dann in einen ähnlich niedrigen Bereich. Durch die höhere Drehzahl ist das Lärmspektrum von Flugzeugen mit Rotax-Motor deshalb deutlich anders. Darauf kann die ANR-Elektronik des Lightspeed Delta Zulu nun optimal reagieren, um den Lärm zu unterdrücken. Rotax-Motoren sind in Europa vor allem in Ultraleichtflugzeugen weit verbreitet.
ANR-Profil für den Rotax per App wählbar
Die Umstellung zwischen den Lärmunterdrückungsprofilen für herkömmliche Flugmotoren, künftig „Signature ANR Profile“ genannt, und dem für Rotax-Antriebe erfolgt an Smartphone oder Tablet über die Lightspeed-App. Sie ist per Bluetooth mit dem Lightspeed Delta Zulu verbunden und sorgt für die Änderung. Über die App werden bisher schon Firmware-Updates gemacht. Außerdem erlaubt sie die detaillierte Anzeige von Daten des im Kopfhörer integrierten Kohlenmonoxid-Warners. Auch die Funktion HearingEQuity zum Ausgleich von frequenzspezifischen Hördefiziten des Headset-Trägers ist hier möglich.
Screenshot LightspeedDas neue Rotax-Profil für das Lightspeed Delta Zulu wird zuerst bei Headsets verfügbar sein, die als Teil des Rotax Care Programms bei Rotax erworben werden. Im Herbst wird es dann allen aktuellen und zukünftigen Besitzern eines Lightspeed Delta Zulu über ein kostenloses Firmware-Update zur Verfügung stehen.
Das fliegermagazin Team wird sich die Funktion beim EAA AirVenture in Oshkosh erstmals ansehen und sie dann zeitnah in einem Rotax-motorisierten Flugzeug ausprobieren.
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Thomas Borchert begann 1983 in Uetersen mit dem Segelfliegen. Es folgte eine Motorsegler-Lizenz und schließlich die PPL in den USA, die dann in Deutschland umgeschrieben wurde. 2006 kam die Instrumentenflugberechtigung hinzu. Der 1962 geborene Diplom-Physiker kam Anfang 2009 vom stern zum fliegermagazin. Er fliegt derzeit vor allem Chartermaschinen vom Typ Cirrus SR22T, am liebsten auf längeren Reisen und gerne auch in den USA.


