Notlandung einer Piper Archer II bei Siegen
Auf dem Rückweg von Dänemark landete die Archer am Freitag auf einer Wiese nahe Oberschelden in Nordrhein-Westfalen. Verletzt wurde niemand.
So hatte sich ein Pilot aus dem Siegerland seinen Freitagnachmittag nicht vorgestellt – auch wenn es ein 13. war: Auf dem Rückweg von Odense (EKOD) in Dänemark musste er mit seiner Piper Archer II etwa 30 Meilen vor dem Heimatflugplatz Gießen-Lützellinden (EDFL) auf einer Wiese bei Oberschelden landen. Verletzt wurde dabei niemand, auch das Flugzeug überstand die Landung äußerlich unbeschadet.
Die Archer gehört zur Flotte des Aero-Club Lützellinden, das bestätigte dessen erster Vorsitzender Thorsten Laufer. Über die Ursache für die außerplanmäßige Zwischenlandung äußerte er sich nicht, entgegen erster Meldungen handele es sich aber wohl nicht um einen technischen Defekt.
Pilot fliegt mehrere Schleifen mit der Piper Archer II
Ein Blick auf FlightRadar24 zeigt, dass der Pilot mehrere Schleifen flog, wohl auf der Suche nach einem geeigneten Landefeld. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) wurde informiert, zu einer Ermittlung wird es aber vermutlich nicht kommen, da weder Personen- noch Sachschaden entstanden sind.


Die Piper wurde mittlerweile mit einem Traktor an den Rand der Wiese gezogen und verzurrt. Wie es von da aus weitergeht, steht noch nicht fest. Zur Debatte steht entweder der Luftweg – dafür sind aber noch eine gründliche Vermessung der Wiese sowie eine Genehmigung der zuständigen Landesluftfahrtbehörde nötig – oder die Zerlegung und der Abtransport über die Straße.

Alexander Busch, Jahrgang 2002, studierte im bayerischen Eichstätt Journalistik mit Schwerpunkt Politik und Gesellschaft – Luftfahrt stand leider nicht zur Auswahl. Die schon seit der frühen Kindheit vorhandene Leidenschaft für die Fliegerei lebt der gebürtige Braunschweiger im Luftsportverein seiner Universitätsstadt aus. Dort begann er im Frühjahr 2021 mit dem Segelfliegen. Etwa ein Jahr später lag die Lizenz bereits im Briefkasten, es folgte die Umschulung auf Reisemotorsegler und anschließend die UL-Lizenz.



