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Otto Aviation stellt Celera 500L vor

Der Prototyp der ungewöhnlichen sechssitzigen Druckpropeller-Neukonstruktion hat bereits 31 Flüge absolviert.

Von Redaktion
Celera 500L

Seit 10 Jahren entwickelt Otto Aviation im Verborgenen seine Celera 500L. Jetzt hat der US-Flugzeugbauer die Druckpropeller-Einmot offiziell vorgestellt. Nach Angaben des Herstellers hat der Prototyp der Neukonstruktion bereits 31 Flüge erfolgreich durchgeführt. Die Celera 500L soll im Vergleich zu anderen Geschäftsreiseflugzeugen eine bis zu 80 Prozent geringere CO2-Emission verursachen. Otto Aviation bewirbt das Flugzeug auch für Fracht- und militärische Einsatzprofile.

Kabinenentwurf der Celera 500L

„Unser Ziel war es, ein Privatflugzeug zu entwickeln, das Nonstopflüge zwischen jeder US-amerikanischen Stadt erlaubt, bei Geschwindigkeiten und Kosten von gewerblichem Linienverkehr“, sagt William Otto. Der Vorsitzende und Chefentwickler des Unternehmens war zuvor beim US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtkonzern North American Rockwell tätig und dort für das Avioniksystem des Langstreckenbombers B-1 zuständig.

Der Prototyp der Celera 500L mit der US-Registrierung N818WM wurde im Juni 2019 bei der Rollerprobung am kalifornischen Flugplatz in Victorville gesichtet. Das Flugzeug mit dem auffälligen, tropfenförmigen Rumpf ist eine Voll-Kohlefaser-Konstruktion. Es soll eine maximale Reisegeschwindigkeit von 400 Knoten und 4500 Nautische Meilen Reichweite erzielen. Die Kabine soll den Passagieren Stehhöhe bieten und mit einem Volumen von 17,7 Kubikmetern größer sein als die der King Air 360.

Angetrieben wird die Celera 500L von einem Rakhlin Red A03. Der Zwölfzylinder-V-Motor ist für Jet A1 und Biodiesel ausgelegt. Die Effizienz des Flugzeugs gibt der Hersteller analog zum Verbrauch eines Kraftfahrzeugs mit 9 bis 13 Liter pro 100 Kilometer an. Den Stundenpreis kalkuliert Otto Aviation mit 328 US-Dollar.

Nach den bisherigen Erprobungsflügen sieht sich der Hersteller bereits dafür bereit, die Celera 500L auf den Markt zu bringen. Die Typzulassung strebt er für 2023 an.

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