Shark 600 T erhält deutsche Musterzulassung
Mehr Leistung und vor allem mehr Performance in der Höhe: Der DULV hat die Musterzulassung für die neue Shark 600 T erteilt.
Schnell war die Shark schon immer. Mit der neuen Turbo-Version soll es nun aber nicht nur noch etwas schneller, sondern vor allem höher hinausgehen. Der Deutsche Ultraleichtflugverband (DULV) hat die Musterzulassung für die Shark 600 T erteilt. Das gab der Hersteller Shark.Aero am 29. August via Instagram bekannt.
Damit erreicht die Entwicklung des neuen Modells nach mehreren Jahren der Erprobung einen wichtigen Meilenstein. Die Shark 600 T ist für die internationale 600-Kilogramm-Klasse konzipiert und unterscheidet sich von der bisherigen Variante vor allem durch ihre Motorisierung.
126 PS auf bis zu 24.000 Fuß
Während in der klassischen Shark 600 ein Rotax 912 ULS mit 100 PS zum Einsatz kommt, wird die Turbo Shark von einem EP 914Ti Gen2 mit 126 PS angetrieben. Die zusätzliche Leistung macht sich insbesondere in größerer Höhe bemerkbar: In FL100 gibt der Hersteller eine maximale Reisegeschwindigkeit von 335 km/h TAS (181 Knoten) an.
Bei 75 Prozent Leistung sollen noch 320 km/h TAS möglich sein. Der Kraftstoffverbrauch liegt dabei bei 21 Litern pro Stunde. Zum Vergleich: Für die Shark 600 mit Rotax 912 ULS gibt der Hersteller eine maximale Reisegeschwindigkeit von 300 km/h TAS auf Meereshöhe an. Die Turbo-Version soll damit vor allem Piloten ansprechen, die die Leistung des Flugzeugs auch in größeren Höhen nutzen wollen.
Shark 600 T mit Sauerstoffsystem
Passend dazu lässt sich die Shark 600 T mit einem Sauerstoffsystem ausstatten. Mit dem optionalen Aithre-Sauerstoffgenerator nennt der Hersteller eine maximale Betriebshöhe von 24.000 Fuß beziehungsweise rund 7300 Metern.
Die maximale Reichweite gibt Shark.Aero im Eco-Modus in FL100 mit 2700 Kilometern einschließlich einer VFR-Reserve von 30 Minuten an. Die Nutzlast in Standardkonfiguration beträgt nach Herstellerangaben 230 Kilogramm, die Startrollstrecke wird mit 140 Metern angegeben.

Alexander Busch, Jahrgang 2002, studierte im bayerischen Eichstätt Journalistik mit Schwerpunkt Politik und Gesellschaft – Luftfahrt stand leider nicht zur Auswahl. Die schon seit der frühen Kindheit vorhandene Leidenschaft für die Fliegerei lebt der gebürtige Braunschweiger im Luftsportverein seiner Universitätsstadt aus. Dort begann er im Frühjahr 2021 mit dem Segelfliegen. Etwa ein Jahr später lag die Lizenz bereits im Briefkasten, es folgte die Umschulung auf Reisemotorsegler und anschließend die UL-Lizenz.

