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So fliegen Sie mit dem eigenen Flugzeug zur AERO!

Am 13. April beginnt die Slot-Vergabe für alle, den den Anflug zur AERO mit dem eigenen Flugzeug machen wollen. Es lohnt sich!

Von Redaktion
AERO Anflug
Der Anflug zur AERO mit dem eigenen Flugzeug ist etwas kompliziert, macht aber Spaß Foto: Messe Friedrichshafen

Das Wichtigste zuerst: Die Vergabe der Slots zur AERO beginnt am 13. April unter der Webadresse www.bodensee-airport.eu/business-aviation/aero/. Slots sind zum Besuch der wichtigsten Messe der Allgemeinen Luftfahrt in Friedrichshafen an allen Messetagen, also vom 27. bis 30. April für alle An- und Abflüge in Friedrichshafen (EDNY) nach VFR und IFR erforderlich – erstmals in diesem Jahr auch bei VFR-Abflügen!

Das genaue Verfahren ist hier beschrieben. Die offizielle Beschreibung der Abläufe ist in den AIP-Supplements VFR und IFR festgehalten. Fliegt man verstoßend gegen das Verfahren im AIP-Supplement ohne Slot an, können die Fluglotsen eine Landung ablehnen.

Die Reservierung eines Slots kostet Geld: 35 Euro sind online zu zahlen. Sie werden auf der Messe mit den Lande- und Parkgebühren verrechnet. Die gibt es im Paket zum Beispiel bei Flugzeugen bis zwei Tonnen MTOM für 80 Euro inklusive Messeeintritt für den Piloten für maximal einen Tag.
Kommt man jedoch wegen schlechten Wetters oder aus anderen Gründen nicht zur Messe, verfällt die Reservierungsgebühr für den Slot. Hintergrund ist der Missbrauch, der mit überzogenen Slotreservierungen »auf Vorrat« getrieben wurde.

Geändert hat sich die Bezahlung der Gebühren: Es gibt am Pilotenein- und ausgang zwischen Messe und Flugfeld keine Kasse mehr – auch die Eintrittskarten für weitere Insassen können ja nur online erworben werden. Die dringend empfohlene Methode zur Bezahlung der Landegebühren ist nun die App aerops für Smartphones. Das Unternehmen organisiert auch die Slotvergabe. In der App ist die Bezahlung leicht online möglich. Wer damit Schwierigkeiten hat, kann den Messestand A6-407 von aerops in Halle A6 besuchen und dort mit Hilfe des Personals zahlen. Dort gibt es für anfliegende Piloten ein Goodie Bag mit einigen Geschenken – auch vom fliegermagazin. Ebenfalls möglich ist auch die Zahlung im Büro der Verwaltung im Flughafen-Terminal.

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aerops – die Bezahl-App für Piloten

Weil viele Piloten ihre Slots zurückgeben, lohnt sich ein regelmäßiges Prüfen auf der Reservierungs-Website – auch kurzfristig. Außerdem empfiehlt die Messe vier slotfreie Flugplätze in der Nähe (siehe unten).

Absolute Pflicht ist das gründliche Studium des AIP-VFR-Supplements, das die Verfahren während der Messe regelt. Zu beachten sind unter anderem Routen, Meldepunkte und Funkverfahren sowie die Regeln der Transponder Mandatory Zone um Friedrichshafen. Vor allem die Angaben zu verkürzten Meldungen im Funk sind genau zu befolgen, weil diese auch bei hohem Verkehrsaufkommen die Frequenz möglichst wenig belasten – immer wieder geben manche Piloten hier ein denkbar schlechtes Bild ab.
Probleme gibt es immer wieder auch am Boden: So sollten Piloten ihren Abflugcheck bereits an der Parkposition erledigen und am Rollhalt möglichst sofort abflugbereit sein. Ferner ist stets Hörbereitschaft zu halten. Südlich der Bahn darf nie ohne Freigabe gerollt werden, nördlich dagegen schon. Bei Rollfreigaben muss eine Halteanweisung exakt wiederholt werden, also zum Beispiel mit Angabe der Runway, des Worts »Rollhalt« und des Rollwegs.

Die Betankung kann direkt am Tankfahrzeug in bar, per Kreditkarte oder mit der kostenlosen AirBP-Tankkarte bezahlt werden – am besten gleich bei Ankunft.

Alternativen ohne Slot

Markdorf Nur ULs können auf dem Segelfluggelände Markdorf zehn Kilometer westlich von Friedrichshafen landen – ohne Slot. E-Klasse-Maschinen sind nicht erlaubt, Motorsegler auch nicht mehr. Zu Planungszwecken wird eine Anmeldung online erbeten, PPR ist aber nicht erforderlich. Auf der Website finden sich auch Informationen zum Anflug. Die Landegebühr beträgt 20 Euro, der Shuttle Service zur Messe im Halbstundentakt ist darin enthalten. Es gibt am Platz keine Tankstelle. Öffnungszeiten: 8 bis 19 Uhr Ortszeit.

Mengen (EDTM) 53 Kilometer sind es von Mengen bis zur Messe. Der Platz mit seiner 1566 Meter langen Bahn ist von 9 Uhr bis SS+30 geöffnet, PPR-Betrieb ist davor und danach möglich. Hier gibt es Sprit und kostenpflichtige Taxis oder Mietwagen zur Messe. Eine vorherige telefonische Anmeldung am Platz ist empfehlenswert.
Leutkirch (EDNL) Die 958 Meter lange Betonbahn ist regulär von 9 bis 20 Uhr geöffnet (PPR-Erweiterung möglich), liegt 66 Kilometer von der Messe entfernt und wird mit kostenpflichtigen Taxis angebunden. Telefonische Anmeldung erbeten.

Konstanz (EDTZ) Von der Konstanzer Grasbahn (760 Meter Länge, bei starker Nässe gesperrt) kommt man mit Bus/Bahn zum Konstanzer Hafen. Von dort fahren Katamarane über den Bodensee nach Friedrichshafen (50 Minuten Fahrzeit), wo vom Hafen Shuttle-Busse fahren. Das Kombiticket (nur online erhältlich) für Fähre, Bus und Messeeintritt kostet für Erwachsene 37,50 Euro.

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