SyberJet enthüllt Mock-up des neuen Business Jets SJ36
Auf der NBAA-BACE in Las Vegas hat SyberJet Aircraft das Mock-up seines neuen Business Jets SJ36 präsentiert. Der Hersteller verspricht Rekordwerte für die Light-Jet-Klasse – und eine spektakuläre Premiere.
Mit Lichtshow, Streichquartett und Marschkapelle enthüllte SyberJet-CEO Trevor Milton am 19. Oktober am Henderson Executive Airport in Las Vegas das lebensgroße Mock-up der SJ36 – noch vor dem offiziellen Start der NBAA-BACE. Das Flugzeug soll der schnellste und reichweitenstärkste Light Jet werden, der je gebaut wurde, so der Hersteller selbstbewusst.
Die technischen Eckdaten sind ambitioniert: eine Höchstgeschwindigkeit von Mach 0,88, eine Reichweite von bis zu 3000 Nautischen Meilen sowie eine Dienstgipfelhöhe von 49.000 Fuß. Die Kabine bietet Platz für bis zu acht Passagiere, die Druckkabine soll bis auf 41.000 Fuß Meereshöhe simulieren. Angetrieben wird die SJ36 von zwei Williams International FJ44-4A Triebwerken. Laut Medienberichten ist die SJ36 für 14 Millionen US-Dollar geplant.
Wann sind erste Auslieferungen für die SJ36 geplant?
Die SJ36 soll die Leistungen eines Midsize Jets mit der Wirtschaftlichkeit eines Light Jets verbinden. Nonstop-Verbindungen wie Los Angeles nach Hawaii oder Teterboro nach Los Angeles wären damit möglich. Strecken, die bislang größeren Mustern vorbehalten waren.
Bei der Avionik setzt SyberJet auf eine Eigenentwicklung namens SyberVision: Das Glascockpit mit sechs Touchscreens soll Over-the-Air-Updates, Smartphone-Konnektivität und integriertes Fly-by-Wire ermöglichen. Parallel zur SJ36 kündigte Milton auch die SJ34 an – eine überarbeitete Version des bestehenden SJ30-2 mit aktualisierten Triebwerken, neuer Avionik und modernisierter Kabine.
Laut SyberJet liegen mehr als 50 Absichtserklärungen potenzieller Käufer vor. Die FAA-Zulassung und erste Auslieferungen sind für 2032 geplant.
SyberJet Aircraft hat seinen Hauptsitz in Chandler, Arizona, und geht auf das 1959 gegründete Unternehmen Swearingen Aircraft zurück. Seit 2024 gehört es einer Investorengruppe um Trevor Milton, der 2022 in den USA wegen Betrugs im Zusammenhang mit dem Elektrofahrzeug-Unternehmen Nikola verurteilt wurde und im März 2025 eine Begnadigung durch US-Präsident Donald Trump erhielt.


