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Tecnam stürzt bei Schulungsflug in den Attersee

Die Bergung des Wracks aus 160 Metern Tiefe steht noch bevor, die Unfallursache ist derzeit noch unklar.

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Die von Flightradar24 aufgezeichnete Flugroute zeigt den Kurs der Tecnam P2002JF von Salzburg bis zum Abbruch des Signals über dem Attersee um 11.23 Uhr.
Die von Flightradar24 aufgezeichnete Flugroute zeigt den Kurs der Tecnam P2002JF von Salzburg bis zum Abbruch des Signals über dem Attersee um 11.23 Uhr. Bild: Screenshot/Flightradar24

Ein Schulungsflug von Salzburg (LOWS) aus endete am Mittwoch, 26. August 2026, tödlich. Eine Tecnam P2002JF Sierra stürzte gegen 11.23 Uhr Ortszeit in den Attersee im oberösterreichischen Bezirk Vöcklabruck. Beide Insassen kamen dabei ums Leben. Die Bergung des Wracks aus rund 160 Metern Tiefe ist für kommenden Samstag geplant.

Der Flugverlauf: Kontakt bricht nach 20 Minuten ab

Die einmotorige Maschine war laut Flugdatenauswertung von Flightradar24 um 11.04 Uhr am Flughafen Salzburg gestartet. Um 11.23 Uhr brach das Signal ab. Nach übereinstimmenden Medienberichten handelte es sich um einen Übungs- beziehungsweise Schulungsflug.

An Bord befanden sich demnach ein Fluglehrer und eine Person in Ausbildung. Zur Identität und zum genauen Geschlecht der zweiten Person an Bord gibt es in den bisherigen Berichten widersprüchliche Angaben – die Polizei hat die Identitäten der beiden jungen Erwachsenen noch nicht offiziell bestätigt.

Die Absturzstelle liegt rund 200 bis 300 Meter vor dem Ufer der Gemeinde Steinbach am Attersee, in einem der tiefsten Bereiche des Sees.

Zeugenaussage: Trudeln vor dem Absturz

Ein Anwohner der Absturzstelle gab gegenüber Medien eine Beschreibung des Geschehens ab: Die Maschine habe zunächst rasch an Höhe verloren und sei dann ins Trudeln geraten, „senkrecht wie ein sich drehendes Blatt“ heruntergekommen, bevor das Motorengeräusch verstummte und der Aufprall erfolgte.

Eine solche Zeugenbeschreibung kann wichtige erste Hinweise liefern, ersetzt jedoch keine technische Untersuchung. Die genaue Ursache des Absturzes ist zum jetzigen Zeitpunkt vollständig offen und wird derzeit von der österreichischen Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes (SUB) untersucht.

Großeinsatz und Suche im Attersee

Nach dem Flugzeugabsturz löste die Polizei einen Großeinsatz aus. Mehrere Feuerwehren, die Wasserrettung, ein Rettungshubschrauber und das Rote Kreuz waren im Einsatz. Mit Sonargeräten und einer Unterwasserkamera lokalisierten Einsatzkräfte der Wasserrettung Salzburg das Wrack noch am selben Abend in rund 160 Metern Tiefe.

Zusätzlich errichtete die Feuerwehr vorsorglich eine Ölsperre. Angesichts der Wassertiefe geht die Polizei nicht davon aus, dass die Insassen den Absturz überlebt haben. Eine Bergung des Wracks ist für Samstag angesetzt.

Bereits der zweite tödliche Unfall binnen weniger Tage

Der Absturz im Attersee ist nicht der einzige tödliche Flugunfall der vergangenen Tage in Österreich. Bereits am Montag, 24. August, waren nahe dem Flugplatz Krems-Gneixendorf in Niederösterreich zwei Ultraleichtflugzeuge in rund 350 Metern Höhe kollidiert und abgestürzt. Bei diesem Vorfall kamen beide Piloten ums Leben.

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