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Zwei Tote nach Flugzeugabsturz in Ganderkesee
Bei einem Flugzeugabsturz in Ganderkesee ist eine Tecnam P2010 TDI in ein Wohnhaus gekracht. Die BFU hat die Ermittlungen aufgenommen.
Beim Absturz einer Tecnam P2010 TDI auf ein Wohnhaus in Ganderkesee (Landkreis Oldenburg) in Niedersachsen sind am Samstag, 25. Juli, zwei Menschen ums Leben gekommen. Das einmotorige Reiseflugzeug schlug gegen 10.55 Uhr in den Dachstuhl eines Einfamilienhauses ein. Die Bewohner befanden sich nach Angaben der Polizei zum Unfallzeitpunkt nicht im Gebäude. Am Nachmittag bestätigte die Feuerwehr dem NDR Niedersachsen, dass sich auch die zunächst vermisste zweite Person im Wrack befand.
Die Maschine prallte schräg in den Dachstuhl des Wohnhauses. Dabei wurde das Cockpit vollständig zerstört, die Tragflächen rissen ab und Trümmerteile verteilten sich auf dem Grundstück. Da zunächst unklar war, wie viele Personen sich an Bord befanden, suchten Einsatzkräfte über Stunden mit Drohnen und einer Drehleiter nach einem möglichen zweiten Insassen. Der Flugverkehr am Flugplatz Ganderkesee wurde während des Einsatzes vorübergehend eingestellt.
Flug mit der Tecnam dauerte nur wenige Minuten
Aus öffentlich verfügbaren ADS-B-Flugdaten geht hervor, dass die Tecnam P2010 kurz zuvor vom Flugplatz Ganderkesee (EDWQ) gestartet war. Der Flug dauerte rund vier Minuten, zunächst war eine Platzrunde geplant. Nach den ausgewerteten Flugdaten befand sich das Flugzeug im Anflug auf die Piste 26, als es etwa 1100 Meter vor der Landebahnschwelle abstürzte.
Die auf Flightradar24 aufgezeichneten Flugdaten zeigen den nur wenige Minuten dauernden Platzrundenflug der Tecnam P2010 TDI vor dem Absturz.BFU ermittelt zur Unfallursache
Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) hat die Ermittlungen übernommen. Wie bei Flugunfällen üblich, werden nun unter anderem das Wrack, die technischen Gegebenheiten sowie weitere Spuren und verfügbare Flugdaten untersucht. Aussagen zur genauen Ursache des Absturzes sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich.
Die Gedanken der fliegermagazin-Redaktion sind bei den Angehörigen und Freunden der beiden Verstorbenen.

Isabella Sauer ist Jahrgang 1991, studierte in Bamberg Kommunikationswissenschaft und absolvierte anschließend ein Volontariat bei Auto Bild. Seit ihrer Jugend ist sie journalistisch tätig und arbeitete für große Verlagshäuser, darunter Axel Springer und die Funke Mediengruppe. Print, Digital, Social Media - für Isabella hat jeder Inhalt das Potenzial, vielfältig aufbereitet zu werden. Und wie kam sie zum fliegermagazin? Das Thema Mobilität interessierte sie immer schon sehr. Ob Auto, Bahn, Camper, Airliner oder Fahrrad: Die Welt lässt sich aus vielen Perspektiven entdecken. Nun geht es für Isabella Sauer in die Luft. Seit Mai 2025 hat sie eine Privatpilotenlizenz (PPL).


