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Urteil beim tödlichen Flugunfall auf der Wasserkuppe

Eine Mutter und ihre zwei Kinder starben 2018 beim missglückten Durchstartversuch einer Cessna 172 auf der Wasserkuppe. Jetzt wurde der Pilot verurteilt.

Von Redaktion
Unfall Wasserkuppe
Beim Landeunfall der Cessna 172 auf der Wasserkuppe wurde eine Frau und ihre zwei Kinder getötet Foto: picture alliance/Martin Engel/Osthessen-News/dpa

Es ist der Alptraum jedes Piloten: Am 14. Oktober 2018 kam der Pilot einer mit drei Personen besetzten Cessna 172 zu hoch und zu schnell auf der Piste der Wasserkuppe (EDER) an. Er entschied sich, so die BFU in ihrem nun erschienenen Abschlussbericht, zu spät zum Durchstarten, die Leistung der Skyhawk reicht für ein Durchstarten nicht mehr aus. Die Maschine setzte wieder auf und schoss über das Bahnende hinaus. Dabei erfasste die Maschine zuschauende Passanten am Rand des Flugplatzgeländes – eine Mutter und ihre zwei Kinder wurden getötet.

Am 18. März fällte nun das Landgericht Fulda im Prozess gegen den Piloten das Urteil, es ist bereits rechtskräftig: Der Mann wird wegen fahrlässiger Tötung zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung verurteilt, die Bewährung gilt für zwei Jahre. Zwar war das Flugzeug beim Landeanflug laut BFU um 28 Kilogramm überladen – doch die BFU wertete dies nicht als ursächlich oder beitragend. Dementsprechend ließ die Staatsanwaltschaft den Vorwurf der fahrlässigen Gefährdung des Luftverkehrs fallen.

Eine ausführliche Analyse des Unfalls lesen Sie in fliegermagazin #6.2021, das am 11. Mai erscheint.

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