Das Aero-Star ANR-Headset 2.0 im Test
Das neue ANR-Headset des deutschen Anbieters Aero-Star bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis mit einer überzeugenden aktiven Geräuschunterdrückung.
Seit vielen Jahren ist der deutsche Anbieter Aero-Star mit passiven und aktiven Headsets am Markt, die eher im unteren Preissegment angesiedelt sind. Das neue Aero-Star ANR-Headset 2.0 ist nun das Topmodell.
Das aktive Headset hat Ohrmuscheln im Carbon-Look mit sehr weichen und dicken Polstern aus Formgedächtnis-Schaumstoff. Der Draht-Kopfbügel mit recht dünner Polsterung erweist sich beim Tragen als bequem. Auch der Anpressdruck ist in Ordnung, die Größenverstellung funktioniert bei den Testerköpfen gut.
Aero-Star: Günstig, aber leistungsstark genug?
Die Überraschung erleben wir im Flug: Die aktive Geräuschunterdrückung (ANR) ist für ein Headset dieser Preisklasse ausgezeichnet. Auch durch ein Bewegen des Kopfes lässt sich die Elektronik nicht aus dem Konzept bringen. Was uns auffällt: Das Mikro hat bei unserem Test eine starke Betonung der hohen Frequenzen, es lässt beim Sprechen auch etwas mehr Umgebungslärm durch als bei anderen Headsets.
Bei der Verständigung ist das aber kein Problem; es kann auch an der Positionierung zum Mund bei unseren Tests liegen. Keine Audio-Anschlüsse Die Stromversorgung im Kontrollmodul erfolgt nicht über Batterien, sondern über ein integriertes Akku, das per USB auch während der Nutzung geladen werden kann.
Das Headset mit KabelIm kompakten Kontrollmodul ist ein Akku zur Stromversorgung untergebracht, der per USB-Kabel auch bei der Nutzung aufgeladen werden kann. Bild: Thomas Borchert
Aero-Star ANR-Headset 2.0 konzentriert sich aufs Wesentliche
Auf der Rückseite findet sich ein Stereo/Mono-Schalter, der je nach genutztem Intercom entsprechend eingestellt werden sollte. Eine Möglichkeit zum Anschluss externer Audioquellen gibt es weder per Bluetooth noch über Kabel. Zum Lieferumfang gehört ein Tragebeutel.
Mit seinem Preis von knapp 780 Euro bietet das Aero-Star ANR-Headset 2.0 ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Thomas Borchert begann 1983 in Uetersen mit dem Segelfliegen. Es folgte eine Motorsegler-Lizenz und schließlich die PPL in den USA, die dann in Deutschland umgeschrieben wurde. 2006 kam die Instrumentenflugberechtigung hinzu. Der 1962 geborene Diplom-Physiker kam Anfang 2009 vom stern zum fliegermagazin. Er fliegt derzeit vor allem Chartermaschinen vom Typ Cirrus SR22T, am liebsten auf längeren Reisen und gerne auch in den USA.

