/
VFR-Nachtflugberechtigung: Der Weg zur Lizenz
Die VFR-Nachtflugberechtigung erlaubt Privatpiloten, auch nach Einbruch der Dunkelheit zu fliegen. Hier sind die wichtigsten Voraussetzungen und Inhalte der Ausbildung.
Die Voraussetzung für das Night Rating beschreibt Abschnitt FCL.810 der EU-Verordnung 2020/359. Die VFR-Nachtflugberechtigung können Piloten mit einer PPL-, LAPL- sowie einer TMG-Lizenz bei einer Flugschule erwerben. Inhaber einer LAPL müssen vorher die limitierte Instrumentenflug-Ausbildung absolvieren, die bei der PPL mit zum Standard gehört.
Nachtflug mit Ultraleichtflugzeugen ist in Deutschland nicht erlaubt. Die Nachtflugberechtigung wird ohne theoretische oder praktische Prüfung nach Ende der Ausbildung erteilt.
So läuft die Theorie zur VFR-Nachtflugberechtigung ab
Eine Ausbildung ist vorgeschrieben, ihr Inhalt aber nicht genau spezifiziert. Einige Flugschulen bieten Vorbereitungskurse an. Andere belassen es bei einer theoretischen Einweisung des Fluglehrers vor der praktischen Flugstunde.
Praktische Anforderungen an Piloten
Die Mindestanforderungen für die VFR-Nachtflugberechtigung lauten wie folgt: fünf Flugstunden, davon drei mit Lehrer, davon wiederum eine Stunde als Überlandflug zu einem mindestens 50 Kilometer entfernten Platz.
Hinzu kommen im Soloflug ohne Lehrer mindestens fünf Alleinstarts und -landungen, nicht als Touch & Go, sondern mit einem vollständigen Anhalten. Platzrunden und Überlandflug können auf einmotorigen Flugzeugen erfolgen.
Aufrechterhaltung der VFR-Nachtflugberechtigung
VFR-Piloten, die Passagiere bei Nacht fliegen wollen, müssen eine der ohnehin vorgeschriebenen drei Starts und Landungen innerhalb der 90 Tage zuvor bei Nacht geflogen sein. Für IFR-Piloten gilt das allerdings nicht.

