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AERO 2026: Garmin erhält EASA-Zulassung für Retrofit-Geräte

Die ergänzende Musterzulassung (STC) ermöglicht das Aviation-Update für die Cessna Citation XLS+, Cirrus SR-Serie G3/G5/G6 und für Helikopter.

Von Dirk M. Oberländer Fliegermagazin bei Google bevorzugen
Das Garmin G5000.
Das Garmin G5000. Bild: Garmin

Einfacher Upgraden: Die ergänzende Musterzulassung (Supplemental Type Certificate) der EASA erlaubt den Einbau moderner Garmin Avionik-Geräte in bereits zugelassenen Luftfahrzeuge. So lassen sich auch ältere Flugzeuge, Jets und Helikopter in Sachen Avionik auf den neuesten Stand bringen. Auf der AERO 2026 ist Garmin in Halle A6 am Stand 206 zu finden.

Mit dem GI 275 für Helikopter bringt Garmin ein kompaktes, vielseitiges elektronisches Fluginstrument nun auch in europäisch zugelassene Part-27-Hubschrauber. Das System ersetzt klassische Rundinstrumente wie künstlichen Horizont oder Kursanzeige direkt im bestehenden 3,125-Zoll-Standardformat. Der Vorteil: Die bestehende Instrumententafel bleibt weitgehend erhalten, was Einbauzeit und Kosten reduziert. Gleichzeitig profitieren Piloten von einem hochauflösenden Touchscreen mit großer Blickwinkelstabilität.

Garmin GI 275 für Helikopter (Bild: Garmin)

Die Bedienung erfolgt sowohl über den Touchscreen als auch über einen klassischen Doppel-Drehknopf. Damit bleibt das System auch in turbulenten Flugphasen präzise steuerbar. Garmin positioniert das GI 275 klar als unkomplizierten Einstieg in die digitale Avionik. Das Mulit-Instrument kann je nach Einsatzzweck als EFIS, Kurskreisel, GPS, CDI, HSI, EMS, Wetter- und Kollisionswarner oder Anzeige des Radar-Höhenwarners fungieren.

G5000 Upgrade für Cessna Citation XLS+

Das integrierte Flightdeck G5000 ist nun für die Cessna Citation XLS+ sowie XLS Gen2 mit EASA-Zulassung verfügbar. Das G5000 ersetzt ältere Avioniksysteme vollständig und bringt ein modernes Glascockpit mit drei großen Displays ins Flugzeug. Diese sind im Querformat ausgelegt und erlauben Split-Screen-Darstellungen – etwa für Karten, Wetterdaten oder Checklisten parallel.

Garmin G5000Garmin G5000
Garmin G5000 Bild: Garmin

Ein zentrales Element sind zwei Touchscreen-Controller, über den die Crew das System intuitiv steuern. Das reduziert Arbeitsbelastung und erleichtert den Umstieg von älteren Systemen erheblich. Neu in dieser Version: Zwei GI 275 können als Standby-Horizontanzeigen (ADI) integriert werden – ein interessantes Sicherheits-Plus. Garmin hebt besonders die Vorteile in Puncto Situational Awareness hervor. Systeme wie TAWS (Terrain Awareness and Warning System) oder TCAS (Traffic Collision Avoidance System) werden übersichtlich dargestellt und lassen sich flexibel kombinieren.

Cirrus SR-Serie 3G/4G/6G bekommen Perspective+ Upgrade

Für Halter der Cirrus SR22, SR22T und SR20 bietet Garmin mit dem Perspective+ Upgrade eine Modernisierung bestehender Cockpits. Voraussetzung ist das originale Cirrus Perspective-System. Das Upgrade bringt neue Funktionen, verbesserte Leistung und zusätzliche Konnektivitätsoptionen. Auch ausgewählte G6-Modelle profitieren per Software-Update von erweiterten Features. Das Ziel ist klar: mehr Komfort, höhere Sicherheit und langfristige Zukunftsfähigkeit der Avionik.

Garmin Perspective Update für Cirrus SR-Serie (Bild: Garmin)

DME und Data-Link-Lösungen im Anflug

Mit dem GDM 450R stellt Garmin zudem ein neues Distance Measuring Equipment (DME) vor. Solche Systeme messen die Entfernung zu Bodenstationen und sind insbesondere im IFR-Betrieb weiterhin relevant. Parallel steht die EASA-Zulassung für den Datalink GDL 60 kurz bevor. Dieser ermöglicht die PlaneSync-Technologie – eine Lösung zur automatisierten Datenübertragung zwischen Flugzeug und Boden, etwa für Wartung oder Flugplanung. Die Zertifizierung wird in den kommenden Wochen erwartet, nachdem laut Garmin alle wesentlichen Prüfungen abgeschlossen sind.

Garmin DME-Anzeige in bestehender Garmin-Avionik (Bild: Garmin)
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Über den Autor
Dirk M. Oberländer

Dirk M. Oberländer, Jahrgang 1975, verbrachte seine Jugend beim Segelfliegen am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg. Später folgte der Abschied vom Schieben und Umstieg zum Ultraleicht-Fliegen. Die zweite große Leidenschaft, das Schreiben, brachte Dirk zu Stadtmagazinen, Tageszeitungen, Kundenmedien und in die wunderbare Welt der Werbung. Immer mit einem Faible für Technik und die Menschen dahinter. So war es nur eine Frage der Zeit, bis der studierte Kultur- und Medienmanager beim fliegermagazin landete. Am Boden ist Dirk bevorzugt mit Laufschuhen und Rad unterwegs – im Urlaub auch gern mal mit Zelt in Richtung Süden.

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