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Continental IO-370 für Cessna 172 vor Europa-Zulassung
Continental arbeitet an der Zulassung des IO-370 für Europa. Der Motor könnte eine neue Option für Cessna-172-Halter werden.
Wer eine Cessna 172 fliegt, kennt das Thema: Spätestens beim Erreichen der TBO (Time Between Overhaul), also der vom Hersteller vorgegebenen Betriebszeit bis zur Grundüberholung, stellt sich die Frage nach einer Überholung – oder nach Alternativen. Genau hier setzt Continental Aerospace Technologies mit seinem Flugmotor IO-370 an.
Der 180-PS-Motor ist in den USA bereits seit 2019 zugelassen und als direkter Austauschmotor („Drop-in“) für bestimmte Cessna-172-Varianten konzipiert. Nun arbeitet Continental daran, das Triebwerk auch international breiter verfügbar zu machen. Das teilte das Unternehmen auf der AERO 2026 in Friedrichshafen mit.
Continental hat Zulassung für Europa im Fokus
Konkret laufen derzeit Abstimmungen mit der European Union Aviation Safety Agency sowie der US-Luftfahrtbehörde FAA, um die Zertifizierung des Motors und der zugehörigen Einbauzulassungen (STC) für Europa durch Validierung der US-amerikanischen Genehmigungen voranzutreiben.
Parallel dazu arbeitet Continental auch an Zulassungen in weiteren Märkten, unter anderem in Brasilien in Zusammenarbeit mit der dortigen Luftfahrtbehörde ANAC.
„Unser Ziel ist es, Kunden weltweit Zugang zu zuverlässigen und effizienten Triebwerkslösungen zu bieten“, sagt Oliver Leber, Vice President Global Sales & Applications Engineering bei Continental. „Dazu gehört auch, neue Optionen für bestehende Flugzeugmuster verfügbar zu machen.“
IO-370 als Alternative zur klassischen Überholung
Der IO-370 ist als Austauschmotor für bestehende Flugzeuge gedacht und soll ohne größere Anpassungen integriert werden können. Damit richtet sich das Angebot vor allem an Halter, die beim Erreichen der TBO eine Alternative zur klassischen Motorüberholung suchen.
Gerade bei weit verbreiteten Mustern wie der Cessna 172 kann eine zusätzliche Motoroption interessant sein – nicht nur technisch, sondern auch wirtschaftlich. Ob und wann der IO-370 in Europa tatsächlich verfügbar sein wird, hängt jedoch vom weiteren Verlauf der Zulassungsverfahren ab.

Isabella Sauer ist Jahrgang 1991, studierte in Bamberg Kommunikationswissenschaft und absolvierte anschließend ein Volontariat bei Auto Bild. Seit ihrer Jugend ist sie journalistisch tätig und arbeitete für große Verlagshäuser, darunter Axel Springer und die Funke Mediengruppe. Print, Digital, Social Media - für Isabella hat jeder Inhalt das Potenzial, vielfältig aufbereitet zu werden. Und wie kam sie zum fliegermagazin? Das Thema Mobilität interessierte sie immer schon sehr. Ob Auto, Bahn, Camper, Airliner oder Fahrrad: Die Welt lässt sich aus vielen Perspektiven entdecken. Nun geht es für Isabella Sauer in die Luft. Seit Mai 2025 hat sie eine Privatpilotenlizenz (PPL).


