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Daher zeigt neue TBM 980 und Kodiak 900 auf der AERO 2026
Der französische Hersteller präsentiert erstmals in Europa die Turbinen-Einmot TBM 980 öffentlich.
Auf viele gut gelaunte Gesichter trifft man am Stand von Daher (A3-305). Der Hersteller zeigt die neuste Version seiner TBM-Serie, die TMB 980. Angetrieben wird der bis zu 326 KIAS schnelle Tiefdecker von der bekannten Pratt & Whitney Canada PT6E-66XT Turbine in Kombination mit einem Hartzell-Verbundpropeller mit fünf Blättern. Beide Komponenten werden über ein elektronisches Engine and Propeller Control System (EPECS) gesteuert. Dies ermöglicht der Crew die Einhebel-Bedienung.
Das Flugzeug wurde im Januar zunächst dem Fachpublikum vorgestellt und ist nun erstmals in Europa öffentlich zu sehen. Für Daher ist die TBM 980 schon jetzt ein großer Erfolg. Denn seit Januar sind bereits 13 Maschinen dieser Version ausgeliefert worden. Insgesamt haben die Franzosen seit Beginn der TBM 900-Serie 1300 Maschinen ausgeliefert. Die Fertigung erfolgt im französischen Tarbes.
Daher stellt vor allem die neue Avionik der TBM 980 in den Vordergrund. Das Garmin G3000 PRIME bringt drei 14-Zoll-Touchdisplays und eine stark erhöhte Rechenleistung ins Cockpit. Das System lässt sich individuell konfigurieren. Durch die App-basierte Benutzeroberfläche kann die Crew Shortcuts für einzelne Flugphasen definieren. Außerdem ermöglicht das System den Single-Pilot-Betrieb der TBM 980.
Der Workload der Crew wird durch viele innovative Funktionen gesenkt. Dazu zählen die Hilfe zur Sinkflugkalkulation, eine intuitive Geländedarstellung und Unterstützung beim Einhalten des optimalen Gleitpfades zur Landung. Akustische Callouts informieren auf den letzten 500 Fuß über der Piste über die verbleibende Resthöhe. Auf den Rollwegen hilft die Safe-Taxi-Funktion beim Navigieren zum Gate.
Eigene App Me&My nutzen
Die Digitalisierung endet aber nicht beim Flight Deck. Über die mobile App Me&My TBM können wichtige Daten wie Tankfüllstand, Batteriezustand und die Aktualität der Datenbanken abgefragt werden. Natürlich lässt sich so auch der Standort der Maschine lokalisieren.

Kodiak 900 das Kurzstart-Talent
Auch das neue STOL-Flugzeug ist auf der AERO 2026 zu sehen. Gegenüber der bekannten Version Kodiak 100 ist bei der Kodiak 900 der Rumpf um rund 1,18 Meter verlängert. Die Einmot ist auf extrem kurze Start- und Landestrecken optimiert. TBM gibt als Startstrecke 309 Meter und als Landestrecke 445 Meter an (jeweils über ein 50-Fuß-Hindernis). Angetrieben wird die Kodiak 900 von der Pratt & Whitney Canada PT6A-140A Turbine. Die Leistung beträgt 900 Wellen-PS.
Die Maschine ist auf den Einsatz in großer Dichtehöhe optimiert, sodass auch ein Einsatz in bergiger Umgebung möglich ist. Für den Bedarf von Behörden oder dem Militär gibt es eine Multi-Mission-Version, bei der sich unter anderem die Sitze ausbauen lassen. Der Hersteller betont darüber hinaus die günstigen Wartungskosten und eine maximale Flugzeit von fast zehn Stunden. Als Avionik kommt hier das Garmin G1000 NXi zum Einsatz. Auch bei der Kodiak 900 kann das Flugzeug per App aus der Ferne überwacht werden. Hier heißt die Anwendung passenderweise Me&My Kodiak.

Dirk M. Oberländer, Jahrgang 1975, verbrachte seine Jugend beim Segelfliegen am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg. Später folgte der Abschied vom Schieben und Umstieg zum Ultraleicht-Fliegen. Die zweite große Leidenschaft, das Schreiben, brachte Dirk zu Stadtmagazinen, Tageszeitungen, Kundenmedien und in die wunderbare Welt der Werbung. Immer mit einem Faible für Technik und die Menschen dahinter. So war es nur eine Frage der Zeit, bis der studierte Kultur- und Medienmanager beim fliegermagazin landete. Am Boden ist Dirk bevorzugt mit Laufschuhen und Rad unterwegs – im Urlaub auch gern mal mit Zelt in Richtung Süden.

