Haus der Luftsportjugend: Spenden gegen das Aus
Teure Sanierungsarbeiten an den Gebäuden bedrohen die Existenz des gemeinnützigen Vereins in Laucha.
Am Flugplatz Laucha (EDBL) an der Unstrut in Sachsen-Anhalt haben Jugendliche und junge Erwachsene die Möglichkeit, kostengünstig und in professioneller Umgebung Segelfliegen zu lernen. Durch die AIRlebnis Segelflugkurse in den Sommerferien entdecken auch viele junge Menschen den Flugsport, die sonst vielleicht gar nicht mit dem Fliegen in Berührung gekommen wären.
Außerdem steht der Platz auch Luftsportvereinen zur Durchführung eigener Fluglager zur Verfügung. Darüber hinaus bietet das Haus der Luftsportjugend Theoriekurse, Techniklehrgänge, Segelkunstflug und die Ausbildung zum Segelflug- oder Motorseglerlehrer an.
Das Haus der Luftsportjugend muss Sanieren
Jetzt steckt der gemeinnützige Trägerverein unverschuldet in finanzieller Schwierigkeiten. Denn die Gebäude am traditionsreichen Standort sind alt. Ein zentrales Problem ist der Brandschutz. Dieser entspricht natürlich nicht den heute gültigen Standards. Eine Brandschutzschau im vergangenen Jahr führte zu erheblichen Sanierungsauflagen. Sonst bleiben die Gebäude nicht genehmigungsfähig.
Markus Neumeister, Vereinsvorstand im Haus der Luftsportjugend, betont die Bedeutung der Ausbildungsstätte: „Das Haus der Luftsportjugend unterstützt die Landesverbände massiv und leistet wichtige Basisarbeit. 6.000 Übernachtungen sowie 10.000 Flugbewegungen pro Jahr auf dem Sonderlandeplatz Laucha sprechen eine klare Sprache und belegen die systemrelevante Existenz.“
Selbst mit einer schrittweisen Sanierung braucht das Haus der Luftsportjugend viel Geld. Allein die Beseitigung der am massivsten beanstandeten Mängel kostet nach Schätzungen des Vereins 150.000 Euro. Für eine vollständige Sanierung der Gebäude sind 400.000 bis 500.000 Euro nötig. Bislang wurden die baulichen Mängel vor allem im Ehrenamt und mit Improvisation gelöst. Doch dafür ist der Renovierungsstau inzwischen einfach zu groß.
Haus der Luftsportjugend, Bildergallerie
Haus der Luftsportjugend, Bildergallerie
Haus der Luftsportjugend, Bildergallerie
Haus der Luftsportjugend, Bildergallerie
Haus der Luftsportjugend, BildergallerieDas Haus der Luftsportjugend braucht Spenden und Support
Zwar bemüht sich der Verein um öffentliche Förderung. Doch Anträge kosten Zeit und viele Fördertöpfe stehen erst in den kommenden Jahren bereit. Den Haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden rennt im wahrsten Wortsinne die Zeit davon.
Deshalb bittet der Verein um Spenden. Vielleicht findet sich ja auch der ein oder andere Handwerksbetrieb, der Arbeitszeit und Material sponsoren kann. Natürlich sind auch Firmen aus dem Luftfahrtbereich gern gesehen, die sich am Erhalt des Hauses beteiligen wollen. Unterstützerinnen und Unterstützer können gerne auf folgendes Konto spenden:
Haus der Luftsportjugend e.V.; IBAN: DE58 8008 0000 0982 3979 01
Natürlich ist für größere Spenden ab 100 Euro die Ausstellung einer Spendenquittung möglich. Hier ist eine E-Mail an den Vereinsvorstand mit vollständigem Namen und Kontaktdaten sinnvoll.
Seit 30 Jahren ein Provisorium mit Zukunft
Das Dilemma um den schlechten Gebäudezustand begründet sich aus der Vereinsgeschichte, wie Markus Neumeister erklärt: „Im Jahr 1995 zog das Haus der Luftsportjugend von Hirzenhain in Hessen nach Laucha in Sachsen-Anhalt. Die sanierungsbedürftigen Gebäude waren als Übergangslösung ausgewählt und zugewiesen worden, bevor nur wenig später der Umzug in die dann sanierte ehemalige Reichssegelflugschule nebenan erfolgen sollte. Das Vorhaben scheiterte und 30 Jahre später lässt uns die damals bereits baufällige Substanz nun sukzessive final im Stich. Wir haben alles getan und lange erfolgreich improvisiert. Alles was wir brauchen, ist eine faire Chance. Um auch weiterhin frei von Zuschüssen der öffentlichen Hand agieren zu können, brauchen wir einen bausubstanzlichen Reset, der uns eine nachhaltige Basis beschert.“
Vielleicht gelingt es ja mit diesem Aufruf, den so wichtigen Ort zu retten. Damit auch in Zukunft junge Menschen einen kostengünstigen Einstieg in den Flugsport finden.

Dirk M. Oberländer, Jahrgang 1975, verbrachte seine Jugend beim Segelfliegen am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg. Später folgte der Abschied vom Schieben und Umstieg zum Ultraleicht-Fliegen. Die zweite große Leidenschaft, das Schreiben, brachte Dirk zu Stadtmagazinen, Tageszeitungen, Kundenmedien und in die wunderbare Welt der Werbung. Immer mit einem Faible für Technik und die Menschen dahinter. So war es nur eine Frage der Zeit, bis der studierte Kultur- und Medienmanager beim fliegermagazin landete. Am Boden ist Dirk bevorzugt mit Laufschuhen und Rad unterwegs – im Urlaub auch gern mal mit Zelt in Richtung Süden.


