Luftfahrt-Headset Lightspeed Delta Zulu jetzt mit Rotax-Profil
Ein kostenloses Update bringt dem Lightspeed Delta Zulu ein Audioprofil für Rotax-Motoren. Die Installation erfolgt über die Lightspeed App.
Lightspeed Aviation veröffentlichte am 20. Oktober 2026 ein Firmware-Update für sein Headset Lightspeed Delta Zulu. Damit erhalten alle Besitzer Zugang zu einem neuen Audioprofil für die aktive Geräuschunterdrückung und die Audiowiedergabe in Flugzeugen mit Rotax-Motoren. Das Update ist kostenlos.
Das Profil entstand in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Motorenhersteller BRP-Rotax. Es berücksichtigt die akustischen Eigenschaften der Baureihen Rotax 912, Rotax 915 und Rotax 916. Ziel ist, laut Lightspeed, ein besser auf diese Antriebe abgestimmtes Hörerlebnis im Cockpit mit verständlicherer Kommunikation, höherem Komfort und einer verfeinerten Geräuschunterdrückung.

Zwei unterschiedliche Audio-Profile zur Wahl
Die Abkürzung ANR steht für Active Noise Reduction, also aktive Geräuschunterdrückung. Dabei wirkt das Headset störendem Schall mit einem passend erzeugten Gegenschall entgegen. Das neue Audioprofil stimmt diese Funktion und die Audiowiedergabe auf die genannten Rotax-Motoren ab.
Die Lightspeed App dient dabei als Schaltzentrale. Über diese App installieren Nutzer die Firmware, laden das Rotax-Profil und wechseln zwischen diesem und dem bisherigen „Lightspeed’s Signature ANR & Audio Profile“. Welches Profil zum Einsatz kommt, können Nutzerinnen und Nutzer nach Flugzeugkonfiguration und persönlicher Vorliebe entscheiden.
Neue Funktionen fürs Delta Zulu per Software-Update
Der Wechsel des Audioprofils ist vor allem dann interessant, wenn ein Headset in unterschiedlichen Flugzeugen zum Einsatz kommt. Pilotinnen und Piloten können so entscheiden, welche der beiden Einstellungen ihnen im jeweiligen Cockpit besser passt. Die neue Abstimmung ersetzt das bisherige Profil nicht grundsätzlich, sondern erweitert die Möglichkeiten.
Lightspeed-Chef Heider Lazzarini verbindet die Software-Veröffentlichung mit dem Anspruch, das Headset über seine digitale Plattform nach dem Kauf weiterzuentwickeln. Den Nutzen der neuen Abstimmung beschreibt er so: “Rotax-Optimized Audio ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie wir dank unserer digitalen Plattform das Flugerlebnis kontinuierlich verbessern können.”
Das neue Profil unterstreicht damit Lightspeeds Konzept, das Delta Zulu als Plattform mit einem im Lauf der Zeit wachsenden Funktionsumfang anzubieten. Neben aktiver Geräuschunterdrückung und Audiowiedergabe nennt der Hersteller die integrierte Überwachung auf Kohlenmonoxid.
Hinzu kommt die personalisierte Audiofunktion HearingEQity, mit der sich die Wiedergabe an das individuelle Hörvermögen anpassen lässt. Zur weiteren Ausstattung zählen die Bedienung über die App, eine Funktion zur Flugaufzeichnung und verschiedene Möglichkeiten der Batterieversorgung.
So kommt die neue Firmeware aufs Headset
Vor der Installation sollen Besitzer prüfen, ob sie die aktuelle Version der Lightspeed App verwenden. Anschließend verbinden sie das Headset per Bluetooth mit einem iPhone oder iPad und folgen der Aufforderung in der App, um die neue Firmware zu installieren.
Nach dem Update führt der Weg in den Equalizer-Bereich der Lightspeed App. Dort wählen Nutzer „ANR and Audio Profile“ und laden anschließend das „Rotax ANR & Audio Profile“. Mit der Aktualisierung der Firmware allein ist dieser zweite Schritt also noch nicht erledigt: Das gewünschte Profil wird danach gezielt in der App ausgewählt und geladen. Das Update dauert laut Hersteller circa 15 bis 20 Minuten. Der spätere Wechsel zwischen den beiden Audio-Profilen benötigt hingegen nur 30 Sekunden.

Dirk M. Oberländer, Jahrgang 1975, verbrachte seine Jugend beim Segelfliegen am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg. Später folgte der Abschied vom Schieben und Umstieg zum Ultraleicht-Fliegen. Die zweite große Leidenschaft, das Schreiben, brachte Dirk zu Stadtmagazinen, Tageszeitungen, Kundenmedien und in die wunderbare Welt der Werbung. Immer mit einem Faible für Technik und die Menschen dahinter. So war es nur eine Frage der Zeit, bis der studierte Kultur- und Medienmanager beim fliegermagazin landete. Am Boden ist Dirk bevorzugt mit Laufschuhen und Rad unterwegs – im Urlaub auch gern mal mit Zelt in Richtung Süden.

