Reisen

Im UL-Doppeldecker nach Marokko – ein Reisebericht

Ein Pilot kommt auf der Suche nach neuen Zielen ins Grübeln – und bricht schließlich mit seinem Kiebitz zu einer Fernreise durch Europas Westen bis nach Marokko auf.

Von Redaktion
UL-Reise nach Marokko
Berge und Meer: Imposante Kulisse an der Playa de la Solsida, in der Nähe von Benidorm. Foto: Burkhard Zach

Es ist Weihnachten, ich bin 46 Jahre alt und sitze in der Christmette. Der Gottesdienst zieht sich, und ich schweife ab, denke an meine Freunde. Der eine fährt drei Monate lang mit dem Fahrrad in Indien herum, der andere wandert in zwei Monaten nach Santiago de Compostela, und ein dritter stellt sein komplettes Leben auf den Kopf.

Als dann »Oh Du Fröhliche« durchs Kirchenschiff schallt, ist die Eingebung plötzlich da: Nächstes Jahr nehme auch ich eine Auszeit, zwei Monate Sabbatical, und fliege mit dem Kiebitz zuerst nach Marokko und anschließend auch nach Santiago de Compostela!

Mit dem UL-Doppeldecker nach Marokko – Start ist in Bremgarten

Wie das so ist: Es dauert doch etwas länger. Für die Verzögerung von knapp anderthalb Jahren sorgt vor allem der Umbau vom Nissan-Triebwerk auf einen Rotax 912, auch will ich größere Gepäckfächer. Aus dem einen Monat, den ich für die Modifikationen eingeplant hatte, werden es am Ende vier, und das Zeitfenster für die Reise schließt sich.

Alles muss rein! Gepäck für eine Person und acht Wochen – passt schon. Foto: Burkhard Zach

Entsprechend habe ich einen Sommer später ein breites Grinsen im Gesicht, als ich kurz nach dem Start in Bremgarten, meinem Heimatplatz, den französischen FIS-Controllern den Grenzüberflug nach Frankreich melde. Das Abenteuer beginnt!

Fly-in der Westernstadt Pullmann City soll der Abschluss der UL-Reise werden

Das ist der Plan: In acht Wochen will ich an der Mittelmeerküste entlang nach Marokko fliegen, dann an der Atlantikküste wieder zurück. Krönender Abschluss wird das Fly-in der Westernstadt Pullman City in Hasselfelde, im Harz. Die Strecke: etwa 8000 Kilometer. Mein Zuhause wird in dieser Zeit das Zelt neben meinem Kiebitz sein. Ob ich dann morgens nach dem Wettercheck weiterfliege, einen Strandtag oder ein Kulturprogramm einlege – das entscheide ich ganz spontan.

Auf Burkhard Zachs Reisen sind Zelt und Kiebitz eine bewährte Kombination – auch in Montélimar-Ancône (LFLQ). Foto: Burkhard Zach

Nach 600 Kilometern und einer Tankpause in Bourg-Ceyzériat (LFHS) lande ich in Montélimar-Ancône (LFLQ). Direkt am Flugplatz steht das beeindruckende Flugzeugmuseum »Musée Européen de l’Aviation de Chasse«, und ich entschließe mich, hier eine Nacht zu bleiben. Gerade baue ich das Zelt auf, als mich ein Flugschüler anspricht. Er ist Australier und macht hier die Ausbildung zum UL-Helikopterpiloten, auf seinem eigenen hier kürzlich erworbenen UL-Heli. Er möchte damit in Australien seine Viehherden eintreiben. Er fragt mich, ob ich heute Abend bei seiner Geburtstagsfeier am Flugplatz dabei sein möchte. Es wird ein lustiger Abend mit französischen Spezialitäten. 

Zum Frühstück gibt es ein trockenes Brot und einen Energy-Drink

Nach einer Runde im Museum geht es tags darauf weiter nach Montpellier. Dort holt mich am nächsten Morgen um sechs Uhr früh das blubbernde Geräusch eines großvolumigen Sternmotors aus dem Schlaf. Es ist ein Sprühflugzeug, das im Einsatz ist, um der Mückenplage an der Küste Herr zu werden. Schnell packe ich mein Zeug zusammen und sitze zwei Stunden später selber im Flieger. Heute frühstücke ich unterwegs, es gibt trockenes Brot und einen Energy-Drink statt Kaffee. 

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Die Küste von Montpellier bis nach Spanien ist wunderschön, schier endlose Strände und das Gebirge im Hintergrund lassen mich staunen. Nach drei Stunden meldet sich die Tankanzeige, der nächste Flugplatz wird meiner. In Torreilles (LF6651) bei Perpignan parke ich meinen Flieger unter einer Tanne bei einer Flugschule, das Zelt wie immer neben dem Kiebitz. Als ich abends vom Strand zurückkomme, gewittert es bereits im nahen Gebirge. Die Böen zerren am Flieger, zudem entdecke ich entsetzt gleich drei Ameisenstraßen, von denen zwei die Abspannseile entlang über die Tragfläche in den Flieger hineinführen.

Nachdem ich den Kiebitz gründlich gesichert habe, bin ich ganze drei Stunden damit beschäftigt, die Ameisen aus dem Zelt zu bekommen und die Wäschestücke einzeln von Ameisen zu befreien. Beinahe wäre dabei mein Zelt davongeweht.

Ermahnung der Fluglotsin: In 1000 Fuß über Grund bleiben

Einen Strandtag und eine Stadtbesichtigung später geht es weiter nach Spanien. Gleich nach dem Überqueren der Grenze fragt mich die FIS-Lotsin nach meiner UL-Einflugerlaubnis. Nach einigen Diskussionen findet sie die Genehmigung und ermahnt mich, schön brav in 1000 Fuß über Grund zu bleiben. Turbulenzen des nahen Gebirges machen mir das Leben schwer – wie mag es wohl bei richtig starkem Wind sein?

Erneut meldet sich die Lotsin und weist mich darauf hin, dass ich mit dem UL nicht wie im Flugplan angegeben in Sabadell (LELL) nördlich von Barcelona landen könne. Ich hatte mir am Tag zuvor extra eine Landefreigabe eingeholt, aber leider ist nichts zu machen. Ich fliege gerade am küstennahen UL-Platz Palafolls vorbei, nehme das Gas raus – schon bin ich unten. Mit hoher Geschwindigkeit fährt ein SUV mit einer Staubfahne die Einfahrt zum Flugplatz hinunter. Jetzt gibt es Ärger!

Suite im Luxushotel anstatt eine Übernachtung im Zelt

Doch weit gefehlt: Der Eigentümer des Platzes steigt aus und begrüßt mich herzlich: Er freut sich über den ersten Kiebitz aus Deutschland, der hier gelandet ist. Schnell ist der Flieger vollgetankt und bekommt einen Platz im Hangar. Vom Zelten rät der Chef jedoch ab: Im nahegelegenen Feuchtbiotop wimmelt es von Mücken und auch Schlangen. Stattdessen beziehe ich eine Suite im Luxushotel seines Freunds im Küstenort Malgrat del Mar – für den Preis eines besseren Abendessens.

In Wartestellung  Bei Cartagena im Südosten Spaniens liegt ein Öltanker auf Reede. Die Hafenstadt  ist auch eine große Marinebasis. Foto: Burkhard Zach

Am Morgen breche ich früh auf für einen Tag in Barcelona. Ich war schon öfter dort, doch eine Stadtrundfahrt zu den Sehenswürdigkeiten – vor allem die Kathedrale und der Parc Güell – ist immer ein Erlebnis. Mittags gönne ich mir eine Paella, den Nachmittag entspanne ich am Stadtstrand. Bei allen Annehmlichkeiten freue ich mich, bald wieder im Zelt zu übernachten – in einer Suite gibt’s nur selten Abenteuer zu erleben.

Reise mit dem UL nach Marokko: Ein guter Mix aus Fliegen, Strand, Kultur

Als ich am Morgen das Hangartor öffne, sehe ich, wie die Ameisen vom vorherigen Flugplatz auf den Tragflächen krabbeln. Doch was ist das? Wie gründlich sie die Anströmkanten von Insekten gereinigt und die Brotkrümel aus dem Rumpf beseitigt haben! Ich lade sie daher ein, an Bord zu bleiben und weiter mitzufliegen.

Die nächste Station ist Castellón (LECN). Nachdem das Zelt am Flieger aufgebaut ist, gehe ich gleich an den Strand. Spät abends komme ich zurück und freue mich auf mein Nachtlager, leider ist der offizielle Zugang zum Flugplatz nun geschlossen. Ich suche nach einer Alternative, doch gerade als ich den Zaun überwunden habe, kommt ein Wachhund ums Eck gespurtet und begrüßt mich gereizt. Ich teile mit ihm ein Stück Wurst aus dem Rucksack – ab da sind wir Freunde.

Hingucker  Auch in Portugal wird es nicht langweilig, dem Küstenverlauf
des Atlantiks zu folgen – wie hier auf der Strecke nach Lagos. Foto: Burkhard Zach

Schon um 5 Uhr bin ich hellwach. Es ist noch dunkel – spontan entschließe ich mich, bei Sonnenaufgang zu starten. Im Licht der Stirnlampe packe ich zusammen, und mit laufendem Motor warte ich am Rollhalt, bis sich die Sonne zeigt. Ich spiele »Morning has broken« von Cat Stevens ins Headset und gebe Gas. In 600 Fuß folge ich dem noch leeren Strand Richtung Westen und genieße den Flug in die Morgendämmerung. 

Ohne Zwischenfälle landet der UL-Pilot in Granada

In der Nähe von Almería steuere ich den Flugplatz Vera an. Dort begrüßen mich Marion und ihr Mann Günther herzlich: zwei Deutsche, die sich ihren Traum vom eigenen Platz verwirklicht haben. Wir verbringen einen schönen Abend, ich bleibe für einen Strandtag und schaue mir Almería und seine für Spanien typische, reizvolle Altstadt an. Dann fliege ich weiter nach Granada.

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Ich bin nervös: An der Küste ist es diesig, und ich fürchte eine weitere Verschlechterung der Sicht. Bei der Stadt Motril folge ich der Autobahn nach Granada, sie ist auch mein »Plan B« als Außenlandefläche im nun folgenden Gebirge. Ohne Zwischenfälle lande ich in Granada. 

Bei Gibraltar Funkkontakt mit Tangier Airport

Nach einem umfangreichen Kulturprogramm dort – vor allem ein Besuch der Alhambra ist ein Muss! – ist mein nächstes Ziel Trebujena (LETJ). Dort empfängt mich der Platzeigentümer und bietet mir an, in seinem Ferienhäuschen direkt am Flugplatz zu übernachten. Er fährt mich am nächsten Tag zum International Airport nach Jerez, damit ich auch offiziell ausreisen kann – inzwischen ist endlich auch meine Einfluggenehmigung für Marokko eingetroffen, auf die ich seit Wochen gewartet habe. Als wir nach Trebujena zurückkommen, erwartet mich bereits die Guardia Civil, um meine Ausreise zu dokumentieren.

Ameisen haben den Kiebitz als Nahrungsquelle entdeckt. Ihr Nutzen wird dem Piloten wenig später klar. Foto: Burkhard Zach

Bei Gibraltar nehme ich Funkkontakt mit Tangier Airport auf. Mitten über der Meerenge passiert es: Ich schaue zu meiner rechten Stielverkleidung und entdecke eine Ameise. Ich warne sie, nicht unvorsichtig zu werden, jedoch weht sie ein Windstoß von Bord. Sie wird wohl ertrinken. Ich beschließe, den Ameisen mehr Krümel im Flieger zu lassen. Keiner aus meiner mitreisenden Crew soll gezwungen sein, während des Flugs wegen eines knurrenden Magens auf der Tragfläche herumzuturnen, nur um Fliegenreste einzusammeln.

Herkulesgrotte in Tanger ist berühmt für meerseitigen Eingang

Der Controller wird ungeduldig und ruft zweimal mein Kennzeichen. Ich aber fühle mich nach dem Verlust eines Besatzungsmitglieds noch nicht in der Lage, seine zahlreichen Fragen zu beantworten und setze ihn mit »Call you back in two minutes« auf Standby. Ich schieße Fotos und melde mich zurück, nur wenig später lande ich am Tangier International Airport. 

Als ich mich auf dem Weg zum Check- in machen will, sehe ich, dass meine Ameisen am Verzurrgurt den Kiebitz verlassen. Vielleicht ist ihnen die Fliegerei doch zu gefährlich? So muss ich von nun an die Anströmkante wieder selbst reinigen.

Beim Stadtbummel in Tanger, der ansonsten eher turbulent und lebhaft ausfällt – fast schon zu lebhaft. Foto: Burkhard Zach

Morgens sehe ich mir in Tanger die Herkulesgrotte an. Sie ist berühmt für den meerseitigen Eingang, der die Umrisse des afrikanischen Kontinents nachzeichnet. Später bin ich in der Medina, doch in der verwinkelten Altstadt werde ich ständig von »Stadtführern« angesprochen, die mir ihre Dienste anbieten. Es ist anstrengend, ihnen aus dem Weg zu gehen. Ich finde am Amira Beach eine bewachte Bar, in der man ungestört Drinks schlürfen und auf einer Liege entspannen kann. Genau das Richtige jetzt. 

Zwei bewaffnete Sicherheitsbeamte begleiten den Piloten zum Flugzeug

Der Abflug vom Airport wird interessant. Mit meinen zwei Taschen und zwei (leeren) Benzinfaltkanistern stehe ich im Sicherheitsbereich am Flughafen. Ich hatte gehofft, über den General-Aviation-Zugang auch Benzin mit zum Flieger nehmen zu können, doch so etwas gibt es am Flughafen Tanger nicht. Also werde ich von einem bewaffneten Polizisten an den wartenden Passagieren vorbei zur Handgepäckprüfung geführt. Die Touristen schauen mich an, ich lese ihre Gedanken: »Schau mal, der will mit zwei Benzinkanistern einchecken! Leute gibt’s …«

Natürlich gehen bei meiner Überprüfung alle Warnleuchten an: zwei Benzinkanister, drei Wasserflaschen, ein Schweizer Messer und so fort. Doch zum Glück hatte ich nach meiner Landung Fotos vom Kiebitz vorm Terminal gemacht, die ich nun zeige – und so darf ich passieren. Ab da werde ich von zwei bewaffneten Sicherheitsbeamten begleitet. 

Nach zwei Strandtagen geht es auf nach Lissabon in Portugal

Beim Beladen des Kiebitz rollt der TUI-Jet dicht vorbei und bleibt stehen. Die Piloten und Passagiere winken eifrig. »Schau mal, das ist doch der Typ mit den Kanistern! Jetzt muss er zur Strafe mit dem Doppeldecker heimfliegen …«

Die Formalitäten für Einreise und Zoll erledige ich in Trebujena, dann fliege ich zum UL-Platz Lagos – Portugal! Es sind bis zu 30 Knoten Wind gemeldet. Telefonisch erreiche ich jemanden am Platz, der mir versichert, dass der Wind auf der Bahn steht, und so mache ich mich nach zwei Strandtagen auf dem Weg nach Lissabon.

Es reisen extra Spotter an, um den Kiebitz zu fotografieren

Zuvor hatte ich António kontaktiert, den Betreiber einer Flugschule in Benavente. Er sagte mir, dass extra Spotter anreisen, um den Kiebitz zu fotografieren. Im Anflug sehe ich die Fotografen am Rollhalt, und ich will mein Publikum mit einer ordentlichen Landung beeindrucken. Was folgt, ist meine schlechteste Landung überhaupt. Am liebsten würde ich bei António gleich Flugstunden buchen, um die Grundlagen der Landung zu vertiefen. 

Herzlich  António Pereira (links) ist Chef der Flugschule Aerolazer in Benavente bei Lissabon. Autor Burkhard Zach wird dort bestens umsorgt.

Wie ein langjähriger Freund werde ich zum Mittagessen eingeladen. Der Flieger bekommt einen Stellplatz im Hangar und sogar eine 50-Stunden-Kontrolle! Ich nehme mir ein Zimmer in Lissabon, abends treffe ich mich dort mit António und seiner Frau Fatima zum Abendessen in einem Fischrestaurant.

Die Route führt die Küste entlang nach Santiago de Compostela

Von Benavente führt meine Route weiter die Küste entlang via Porto nach Santiago de Compostela. Tankstopp in Porto, dann lande ich schließlich am Flugplatz Rozas (LERO), etwa 60 Autominuten von Santiago de Compostela entfernt. Mit einem hiesigen Vereinsmitglied fahre ich nach Santiago, das Hotel buche ich während der Fahrt.

Kurios: Im Rumpf einer ausgemusterten DHC-4 Caribou hat es sich Pilot Gabriel gemütlich eingerichtet – sein »Zweitwohnsitz«.

Mein nächstes Ziel ist San Torcuato (LESN). Eigentlich wollte ich nur tanken, doch dort angekommen, begrüßt mich Gabriel: Er ist ein Freund des Platzbesitzers und hat die Aufgabe, für Benzin und mein Wohl zu sorgen. Er nimmt das sehr ernst und mich zum Mittagessen in den Nachbarort mit. Damit nicht genug, lädt er mich zu einem Segeltörn ein – also wird der Flieger im Hangar untergebracht, und schon sind wir mit dem Auto auf dem Weg nach Bilbao.

Ich kann bei ihm daheim übernachten, und schon am nächsten Morgen brechen wir auf zum Hafen. Ich bin überrascht, als wir auf einer großen Segelyacht Kurs auf den Atlantik nehmen. In Montesolmar legen wir an und gehen Tapas essen – was für ein Trip! Am nächsten Morgen, zurück am Flugplatz, zeigt mir Gabriel seinen Zweitwohnsitz – eine ausgemusterte Transportmaschine vom Typ DHC-4 Caribou, die mit Wohn- und Schlafzimmer, Bad und Bar ausgestattet ist.

Vom Flugplatz Leer-Papenburg geht es weiter in den Harz

Der Atlantikküste folgend erreiche ich einige Tage und Zwischenstopps später Le Havre. Ich werde erwartet: Mein Vater kommt an Bord. Es ist mein Geschenk an ihn zum 70. Geburtstag, ein Flug an der Küste der Normandie entlang bis nach Ostfriesland, wo er wohnt. Gemeinsam genießen wir den Flug – für ihn eins seiner schönsten Erlebnisse, wie er mir nach der Landung sagt. Als wir abends in Calais zwischenlanden, ist ein Sturm mit mehr als 50 Knoten Wind gemeldet, leider ist kein Hangarplatz frei. Die Feuerwehrleute jedoch sind pragmatisch und schirmen den Kiebitz mit ihren großen Fahrzeugen vorm Wind ab. Die Hilfsbereitschaft, die ich während meiner Reise immer wieder erlebe, ist einfach großartig.

Wieder daheim!  Michaela Zach und die flugerprobte Hündin Lilly begrüßen den Abenteurer am Flugplatz Bremgarten. Foto: Burkhard Zach

Wieder zurück in Deutschland. Die letzten Etappen stehen an. Von Leer-Papenburg will ich zum Fly-in in der Westernstadt Pullman City im Harz. Wie sich zeigt, habe ich die weiteste Anreise, was ich mit 30 anderen Kiebitzfliegern ausgiebig feiere.

Als ich zurück in Bremgarten das Gepäck auslade, entdecke ich nach langer Zeit wieder eine Ameise im Flieger. Vielleicht war sie mit mir zusammen acht Wochen, 8000 Kilometer und 80 Stunden auf Abenteuerreise? Ich setze sie ins Gras, und ihr eigenes Abenteuer geht in Bremgarten in einem kleinen Waldstück weiter.

Text & Fotos: Burkhard Zach, erstmals erschienen in fliegermagazin 2/2021

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