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Continental wieder in US-Hand: Investor übernimmt Flugmotorenhersteller

Continental Aerospace Technologies kehrt nach 15 Jahren unter chinesischer Kontrolle in US-Besitz zurück. Arcline übernimmt für 535 Millionen US-Dollar.

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Ein Blick in die Flugmotoren-Produktion bei Continental Aerospace Technologies.
Ein Blick in die Flugmotoren-Produktion bei Continental Aerospace Technologies. Bild: Lucas Böckler

Der Flugmotorenhersteller Continental Aerospace Technologies steht vor einem Eigentümerwechsel. Die US-amerikanische Beteiligungsgesellschaft Arcline Investment Management hat angekündigt, die Holdinggesellschaft von Continental für rund 535 Millionen US-Dollar zu übernehmen. Damit endet eine 15-jährige Zugehörigkeit des Unternehmens zum chinesischen Luftfahrtkonzern AVIC.

Die Transaktion wurde am 8. Juni von Arcline bekanntgegeben. Nach Angaben des Investors wird die Übernahme von den bisherigen Mehrheitseigentümern, Tochtergesellschaften der Aviation Industry Corporation of China (AVIC), unterstützt. Der Abschluss steht noch unter dem Vorbehalt der üblichen Genehmigungen.

Neuer Continental-Investor will Wachstum vorantreiben

Continental Aerospace Technologies gehört neben Lycoming und Rotax zu den wichtigsten Herstellern von Kolbenflugmotoren für die Allgemeine Luftfahrt. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Mobile im US-Bundesstaat Alabama wurde bereits 1905 gegründet und produziert sowohl Avgas- als auch Jet-A-Triebwerke.

In einer Pressemitteilung bezeichnete Arcline Continental als „hoch angesehene Plattform mit einer langen Geschichte technischer Führungsstärke, vertrauensvollen Kundenbeziehungen und missionskritischen Produkten, die die globale Flotte der Allgemeinen Luftfahrt unterstützen“.

Der Investor kündigte an, weitere Investitionen in das Unternehmen unterstützen und die nächste Wachstumsphase vorantreiben zu wollen.

Starke Verbindungen nach Deutschland

Für deutsche Privatpiloten ist Continental vor allem wegen seiner Dieselmotoren bekannt. Die heutige Dieselsparte geht auf die ehemalige Thielert Aircraft Engines GmbH zurück, die später von Continental übernommen wurde.

Bis heute spielen die deutschen Standorte eine wichtige Rolle innerhalb des Konzerns. In St. Egidien in Sachsen werden die CD-135-, CD-155- und CD-300-Dieselmotoren entwickelt und produziert. Weitere Bereiche befinden sich in Altenburg in Thüringen sowie in Hamburg, wo unter anderem an Software- und Elektroniksystemen gearbeitet wird.

Steht auf der AERO 2026: Mit dem neuen CD-170R erweitert Continental sein Portfolio um ein neues Segment.Steht auf der AERO 2026: Mit dem neuen CD-170R erweitert Continental sein Portfolio um ein neues Segment.
Stand auf der AERO 2026: Mit dem neuen CD-170R erweitert Continental sein Portfolio um ein neues Segment. Bild: Continental Aerospace Technologies

Nach Unternehmensangaben wurden bislang mehr als 7500 Diesel-Flugmotoren ausgeliefert. Die Triebwerke haben inzwischen mehr als zehn Millionen Betriebsstunden absolviert und kommen weltweit in Flugzeugen der Allgemeinen Luftfahrt zum Einsatz.

Was bedeutet die Übernahme?

Arcline verwaltet nach eigenen Angaben Vermögenswerte von mehr als 30 Milliarden US-Dollar und investiert vor allem in Industrie-, Luftfahrt- und Verteidigungsunternehmen.

Welche konkreten Auswirkungen der Eigentümerwechsel auf die Standorte in Deutschland oder die Produktstrategie von Continental haben wird, ist derzeit noch offen. Aus der Pressemitteilung geht jedoch hervor, dass der Investor die bestehende technische Kompetenz und die starke Marktposition des Unternehmens als wesentliche Gründe für die Übernahme betrachtet.

Für Continental endet damit eine Ära: Nach 15 Jahren unter chinesischer Kontrolle kehrt einer der traditionsreichsten Flugmotorenhersteller der Welt wieder in US-amerikanischen Besitz zurück.

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Über den Autor
Isabella Sauer

Isabella Sauer ist Jahrgang 1991, studierte in Bamberg Kommunikationswissenschaft und absolvierte anschließend ein Volontariat bei Auto Bild. Seit ihrer Jugend ist sie journalistisch tätig und arbeitete für große Verlagshäuser, darunter Axel Springer und die Funke Mediengruppe. Print, Digital, Social Media - für Isabella hat jeder Inhalt das Potenzial, vielfältig aufbereitet zu werden. Und wie kam sie zum fliegermagazin? Das Thema Mobilität interessierte sie immer schon sehr. Ob Auto, Bahn, Camper, Airliner oder Fahrrad: Die Welt lässt sich aus vielen Perspektiven entdecken. Nun geht es für Isabella Sauer in die Luft. Seit Mai 2025 hat sie eine Privatpilotenlizenz (PPL).

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