Elixir+: Was hinter dem kleinen Plus wirklich steckt
Auf der AERO 2026 präsentiert der französische Hersteller mit der Elixir+ eine Weiterentwicklung seines Trainers. Was ist neu?
Auf den ersten Blick lässt sich auf dem Stand von Elixir Aircraft (A4-305) auf der AERO nichts Neues an den drei ausgestellten Flugzeugen erkennen. Nur wer genau hinsieht, erkennt das unscheinbare „+“ hinten auf dem Seitenleitwerk und auf den Winglets – die übrigens größer geworden sind, würde man die Vorgänger-Version daneben stellen. Das „+“ steht für die überarbeitete Version des innovativen Trainers aus französischem Hause.
Bereits 55 Flugzeuge der Vorgänger-Version sind in Europa unterwegs – davon 50 bei Flugschulen und Fliegerclubs. Aus dem Feedback, das Elixir von den Kunden erhielt, wurde nun die Elixir+ entwickelt. Neben vergrößerten Winglets wurde unter anderem das Fahrwerk angepasst. Beide Hauptfahrwerke sind nun in Flugrichtung um 1,5 Grad um die Hochachse zur Rumpfmitte gedreht, um eine verbesserte Stabilität nach dem Aufsetzen zu gewähren.
Zusätzlich wurden Vortex Generatoren verbaut. Auch die Instrumentierung hat sich leicht verändert. So ersetzt jetzt ein Garmin GI 275 das vorher verbaute Garmin G5. So entspricht die Instrumentierung den FAA-Anforderungen zur IFR-Zulassung – dem nächsten großen Schritt für die Elixir+. Die Zulassung für Instrumentenflug soll innerhalb von einem Jahr erfolgen.

Angetrieben wird die Elixir+ vom altbewährten Rotax 912iS mit 100 PS. Damit soll bei 75 Prozent Leistung eine Reisegeschwindigkeit von 119 Knoten bei einem Verbrauch von 15 Litern erreicht werden. Durch die Carbon-OneShot-Technologie entfällt die Lebenszeit der Zelle, zusammen mit der deutlich geringeren Anzahl an Bauteilen macht das den Flieger relativ wartungsarm – optimal vor allem für Flugschulen.
Die Zulassung von EASA und FAA erfolgte bereits im August 2025, die erste Auslieferung ist für Juni oder Juli 2026 geplant. Gleichzeitig werden die Produktionszahlen hochgefahren, bis zu 30 Flieger sollen bald pro Jahr in Frankreich und den USA gefertigt werden. Zukünftig soll auch der Rotax 915iS mit 141 PS verbaut werden, damit sollen dann vor allem Privatkunden angezogen werden.

Alexander Busch, Jahrgang 2002, studierte im bayerischen Eichstätt Journalistik mit Schwerpunkt Politik und Gesellschaft – Luftfahrt stand leider nicht zur Auswahl. Die schon seit der frühen Kindheit vorhandene Leidenschaft für die Fliegerei lebt der gebürtige Braunschweiger im Luftsportverein seiner Universitätsstadt aus. Dort begann er im Frühjahr 2021 mit dem Segelfliegen. Etwa ein Jahr später lag die Lizenz bereits im Briefkasten, es folgte die Umschulung auf Reisemotorsegler und anschließend die UL-Lizenz.


