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Engine Area auf der AERO 2026: Antriebe im Vergleich

In der Engine Area auf der AERO 2026 zeigt das fliegermagazin aktuelle Flugmotoren. Von Elektroantrieb bis Avgas reicht die Bandbreite.

Von Thomas Borchert Fliegermagazin bei Google bevorzugen
Die Engine Area ist auf dem fliegermagazin-Stand im Foyer Ost zu sehen.
Die Engine Area ist auf dem fliegermagazin-Stand im Foyer Ost zu sehen. Bild: Hannah Brandt / Telletic

Einmal in die Runde schauen und vergleichen: Was gibt es Neues? Was ist altbewährt und doch spannend? Die Engine Area des fliegermagazins findet sich jetzt auf Stand FO-101 im Foyer Ost und beantwortet genau diese Fragen: Da stehen innovative Elektromotoren neben Avgas-Boliden. Wer sich für eines der Triebwerke im Detail interessiert, sucht anschließend den Stand des Herstellers auf.

JH Aircraft

Das 120-Kilogramm-UL von Konstrukteur Jörg Hollmann soll mit seinen Knickflügeln natürlich an den berühmten Weltkriegsjäger F4U Corsair erinnern. Ursprünglich flog das UL mit einem Dreizylinder-Sternmotor, doch in der Engine Area ist die Elektroversion Corsair e-motion mit einem Geiger-Elektromotor zu sehen. Bis zu 2,5 Stunden können mit einer Akkuladung geflogen werden. FO-101

BRP-Rotax

Auf der Engine Area zeigen die Österreicher BRP-Rotax das Schnittmodell eines 916iS. Der turbogeladene Motor ist mit bis zu 160 PS Leistung das aktuell leistungsstärkste Modell von BRP-Rotax. Es ist denkbar, dass der Hersteller auf der Messe ein neues Triebwerk präsentiert – immer wieder sind dazu Gerüchte zu hören. A3-205

Continental Aerospace Technologies

Mobile im US-Bundesstaat Alabama ist Hauptsitz des traditionsreichen Motorenherstellers Continental Aerospace Technologies. Dort werden die Luftfahrt-Benziner gefertigt; in Deutschland entstehen Dieselmotoren. Aus beiden Quellen kommt je ein Motor zur Engine Area.

Der Vierzylinder-Dieselmotor CD-155 von Continental wird in Deutschland gefertigt.Der Vierzylinder-Dieselmotor CD-155 von Continental wird in Deutschland gefertigt.
Der Vierzylinder-Dieselmotor CD-155 von Continental wird in Deutschland gefertigt. Bild: Christof Brenner

Die Dieselsparte vertritt der CD-155: Der Vierzylinder kommt zum Beispiel bei Robin zum Einsatz und ist als Nachrüstsatz auch für Piper und Cessna zu haben. Aus Alabama kommt ein O-200 dazu, bewährt in der Cessna 150. A3-303

Flugmotoren-Reparatur Heinz Dachsel

Die bayrischen Spezialisten für Motorenüberholung und -wartung bringen gleich drei spannende Triebwerke mit: Der Continental GO-300 hat ein Untersetzungsgetriebe und wird in der Cessna 175 eingesetzt. Weit verbreitet ist der Vierzylindermotor Lycoming O-360 mit 180 PS, der sich zum Beispiel in Cessna 172 oder Socata TB-10 findet. Ein echter Exot ist dagegen der Experimental-Motor Lycoming OX-490 mit 275 PS. A3-100

Edge Performance

Die Tuning-Spezialisten aus Norwegen präsentieren ihren EP918Ti. Er beruht auf dem Rotax 916 iS, wird aber mit einer eigenen digitalen Motorsteuerung, einem neuen Zündgeschirr und weiteren Bauteilen versehen. So steigt die Leistung auf 185 PS. B2-308

Geiger Engeneering

Die kompakten Elektromotoren aus Deutschland sind bei Konstrukteuren von Elektroflugzeugen sehr beliebt. Von Geiger selbst entwickelt wurde der Duplex-Antrieb, der zwei Motoren redundant auf einer Welle kombiniert. Das Prinzip kommt zum Beispiel beim Elektra Trainer von Elektra Solar zur Anwendung. In der Engine Area ist der HPD50D zu sehen. FO-101

Hirth Engines

Zweitakter-Flugmotoren sind die Spezialität des deutschen Herstellers. Das Modell 2302 leistet mit zwei Zylindern 50 PS – und wiegt dabei nur 22 Kilogramm. Der Motor kommt auch in Drohnen zum Einsatz. B1-102

Loma-Air

Seit 1979 überholen die belgischen Experten Flugmotoren, sie sind Vertragspartner der großen Hersteller. Zwei Teststände ermöglichen Standläufe der Motoren. Auf der Engine Area zeigt Loma-Air einen im Haus überholten Continental O-200. A5-223

Raikhlin Aircraft Engine Developments

Kurz als RED bekannt, hat der deutsche Hersteller einen V12-Motor zertifiziert. Er wird mit Diesel oder Kerosin auch in nachhaltiger Variante (SAF) betrieben, leistet 550 PS und wiegt 363 Kilogramm. Der Einsatz ist zum Beispiel als Nachrüstung in Flugzeugen wie der Beaver oder dem Agrarflugzeug AirTractor möglich. Entwickler von Hybrid-Antrieben wollen das Aggregat als Stromerzeuger nutzen. A5-226

Van Der Lee Turbo Systems

Aus den Niederlanden stammen die Experten für Abgas-Turbolader, die durch heiße Abgase extrem hohen Belastungen ausgesetzt sind. In der Engine Area ist ein Rotax 914 mit Turbolader von Van Der Lee zu sehen. A3-110

Verner Motor

In Tschechien baut Verner moderne Sternmotoren mit drei bis neun Zylindern. In der Engine Area ist der Scarlett 7U mit sieben Zylindern ausgestellt, der in den ULs Junkers A50 Heritage oder Kiebitz fliegt.

Verner Motor Scarlett 7U.Verner Motor Scarlett 7U.
Verner Motor Scarlett 7U.

Gewinnspiel Buchstabenjäger

Auf einer Schnitzeljagd können Sie die Engine Area 2026 spielerisch erkunden und dabei etwas gewinnen: Wer das richtige Lösungswort herausfindet, wird mit einem kleinen Snack belohnt – und sichert sich die Gewinnchance auf eines von mehreren Überraschungspaketen.

Wie Sie an unserer Aktion »Buchstabenjäger« teilnehmen können, erklärt Ihnen das Standpersonal vor Ort.

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Über den Autor
Thomas Borchert

Thomas Borchert begann 1983 in Uetersen mit dem Segelfliegen. Es folgte eine Motorsegler-Lizenz und schließlich die PPL in den USA, die dann in Deutschland umgeschrieben wurde. 2006 kam die Instrumentenflugberechtigung hinzu. Der 1962 geborene Diplom-Physiker kam Anfang 2009 vom stern zum fliegermagazin. Er fliegt derzeit vor allem Chartermaschinen vom Typ Cirrus SR22T, am liebsten auf längeren Reisen und gerne auch in den USA.

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