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Flugzeugabsturz bei Neureichenau: Pilot und Begleiter tot

Zwei Männer aus Sachsen sind auf einem Flug nach Österreich verunglückt. Rettungskräfte haben das UL nun in einem Waldstück gefunden.

Von Redaktion
Flugzeugabsturz bei Neureichenau
Große Suchaktion im Waldgebiet bei Neureichenau: Am Dienstagabend ist ein Ultraleichtflugzeug abgestürzt. Das Foto hat ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr geschossen. Foto: Freiwillige Feuerwehr Haidmühle/Facebook

Schreckliche Nachrichten aus Niederbayern: Bei einem Flugzeugabsturz bei Neureichenau sind zwei Männer aus Sachsen ums Leben gekommen. Das abgestürzte Ultraleichtflugzeug ist am Mittwochmorgen in einem Waldgebiet im Landkreis Freiung-Grafenau gefunden worden. Das teilte ein Polizeisprecher am Mittwoch mit.

Für den 69 Jahre alten Piloten und seinen 80 Jahre alten Begleiter kam jede Hilfe zu spät. Sie konnten nur noch tot aus dem Flugzeugwrack geborgen werden. Bei der verunglückten Maschine handelt es sich um eine Ikarus C42, ein zweisitziges Ultraleichtflugzeug der Firma Comco Ikarus GmbH in Mengen/Baden-Württemberg. Das UL wird seit 1996 hergestellt und wird sehr oft als als Schul- und Freizeitflugzeug eingesetzt.

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Die beiden Männer waren laut Polizei bereits am Dienstagvormittag vom Flugplatz Großenhain (EDAK) im Landkreis Meißen gestartet. Ihr Ziel: Wels (LOLW) in Österreich. Am Dienstagabend verständigten die Angehörigen die Dresdener Polizei, da sie den Kontakt zum Piloten verloren hatten. Daraufhin veranlasste die Polizei in Sachsen eine Handyortung, um die beiden Männer zu finden. Diese wies auf den Ortsteil Altreichenau im Bayerischen Wald hin.

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Noch am Dienstagabend startete die Polizei eine groß angelegte Suchaktion nach den beiden Flugzeuginsassen. Daran waren auch Kräfte der Bergwacht, der Feuerwehr, eine Rettungshundestaffel und ein Polizeihubschrauber beteiligt. Um kurz nach Mitternacht konnte dann in einem dicht bewaldeten Gebiet das abgestürzte UL entdeckt werden.

Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung nach Flugzeugabsturz bei Neureichenau eingeschaltet

Der genaue Zeitpunkt des Absturzes sowie die Unfallursache sind noch unklar. Laut Polizei muss noch ermittelt werden, ob die Männer auf dem Weg von Sachsen nach Österreich eine Zwischenlandung gemacht haben. Die Kriminalpolizei, die Staatsanwaltschaft aus Passau und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung ermitteln. (isa)

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