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Neue Energie: Elektroflugzeuge auf der AERO 2026

Elektrische, hybride und wasserstoffbasierte Antriebe: Die e-flight-expo in Halle A7 zeigt die technologische Vielfalt – allerdings vor allem in Form von
Projekten, nicht Produkten.

Von Claudius Banani Fliegermagazin bei Google bevorzugen
Das französische Unternehmen entwickelt ein wasserstoffelektrisches Geschäftsreiseflugzeug für bis zu sechs Passagiere.
Beyond Aero Tarmac Bild: Beyond Aero

Die Allgemeine Luftfahrt fungiert weiterhin als Innovationslabor auch für große Flugzeuge. Dennoch zeigt 2026 ein vertrautes Bild: Die Zahl zertifizierter Elektroflugzeuge bleibt gering. Mit Pipistrel Velis Electro und Elektra Trainer haben bislang nur wenige Muster den Schritt in den Alltag geschafft.

Weiterhin dominieren Demonstratoren, Vorserienmodelle und ambitionierte Entwicklungsprogramme. Orientierung bietet auf der AERO 2026 der Sustainable Aviation Trail mit mehr als 100 gekennzeichneten Ausstellern. Neu ist zudem eine Innovation Stage mit Vorträgen und Podiumsdiskussionen in Halle A7.

Aura Aero

Mit der Integral E will Aura Aero die Elektrifizierung der Pilotenausbildung vorantreiben. Der aktuelle Entwicklungsstand wird auf der Messe aber nicht zu sehen sein. Parallel entsteht mit der Era ein hybridelektrisches Regionalflugzeug für 19 Passagiere. Zudem arbeitet das Unternehmen an einem vollelektrischen Kunstflugzeug, dessen Prototyp bereits einen ersten Rückenflug absolviert hat. Auf der AERO präsentiert Aura die Trainingsflugzeuge Integral R und S sowie erstmals das neue Design der Era. A7-201

Aura Aero Integral E Bild: Aura Aero

Beyond Aero

Das französische Unternehmen entwickelt ein wasserstoffelektrisches Geschäftsreiseflugzeug für bis zu sechs Passagiere mit rund 1500 Kilometern Reichweite. Das Projekt steht exemplarisch für eine mögliche Zukunft der Business Aviation: emissionsfreies Fliegen auf mittleren Distanzen wirtschaftlich darstellbar zu machen. Auf der AERO gibt das Unternehmen Einblicke in Entwicklungsstand, Betriebskosten und Infrastruktur. A1-430

Beyond Aero Tarmac Bild: Beyond Aero

Electron Aerospace

Das niederländische Start-up entwickelt mit der zweimotorigen E5 ein batterieelektrisches Flugzeug für Reichweiten von 300 bis 700 Kilometern und setzt auf ein integriertes Mobilitätskonzept. Die Maschinen sollen künftig im niederländischen Teuge produziert und per App als Air Taxi buchbar sein. Auf der AERO zeigt Electron ein Kabinenmodell in Originalgröße sowie ein maßstabsgetreues Modell des aktuellen E5-Designs. A7-309

Electron Aerospace E5 Bild: Electron Aerospace

Elektra Solar

Mit dem Elektra Trainer zeigt Elektra Solar eines der wenigen zugelassenen Elektroflugzeuge im UL-Segment. Der Tiefdecker mit Side-by-Side-Cockpit erreicht mit 30-kWh-Batterie Flugzeiten von bis zu 2,5 Stunden und rund 300 Kilometer Reichweite. Neben der Version mit Einziehfahrwerk ist auch die Variante Trainer FG mit festem Fahrwerk verfügbar. Auf der AERO präsentiert Elektra zudem einen mobilen Hangar mit solarer Ladeinfrastruktur; während der Airshow ist eine Schleppdemonstration geplant. A7-304

Elektra Solar Elektra Trainer Bild: Elektra Solar

Kasaero

Kasaero setzt in diesem Jahr auf seine Entwicklungsarbeit statt auf ein ausgestelltes Flugzeug. Im Fokus stehen das Brennstoffzellensystem Hyfly H167, dessen Tank rund sieben Kilogramm Wasserstoff fasst, sowie das vollelektrische Regionalflugzeug MDA1 eViator. Am Stand erwarten Besucher eine Video-Wand und immersive VR-Anwendungen. A7-312

Milan Aircraft

Der Schweizer Entwickler verfolgt ambitionierte Ziele: Bis 2029 soll ein viersitziges Elektroflugzeug die EASA-Zulassung erreichen. Auf der AERO wird ein flugtaugliches 1 : 7-Modell präsentiert. Das Konzept zielt auf rund 2,5 Stunden Flugzeit und erinnert mit seinen Knickflügeln an die französische Robin DR400. A7-329

Milan Aircraft Bild: Milan Aircraft

Textron/Pipistrel Velis Electro

Mit der Velis Electro brachte das Unternehmen vor sechs Jahren das weltweit erste und immer noch einzige EASA-zertifizierte Elektroflugzeug auf den Markt; inzwischen wurden mehr als 100 Exemplare ausgeliefert. Nach der Übernahme durch Textron richtet sich der Blick nun auf die strategische Weiterentwicklung. Die Velis ist in der Ausbildung etabliert, bleibt aber durch ihre geringe Reichweite eingeschränkt – Fortschritte bei der Batterietechnologie könnten neue Einsatzmöglichkeiten eröffnen. A2-130 und SD-11

Eine Pipistrel Velis Electro im Flug.Eine Pipistrel Velis Electro im Flug.
Pipistrel Velis Electro Bild: Pipistrel Aircraft

Vaeridion

Das bayerische Unternehmen zeigt ein Cockpit-Modell sowie ein maßstabsgetreues Modell seines vollelektrischen Pendlerflugzeugs „Microliner“. Das auf rund 400 Kilometer Reichweite ausgelegte Konzept bietet Platz für neun Passagiere und zwei Piloten. Die Bedienung ist bewusst an konventionelle Muster angelehnt. Ergänzend wird das elektrische Antriebssystem inklusive Propeller präsentiert. A2-208

Vaeridion Bild: Vaeridion

Zuri

Die Tschechen entwickeln ein hybridelektrisches VTOL-Flugzeug, das die Effizienz klassischer Flächenflugzeuge mit den Vorteilen des Senkrechtstarts kombiniert. Mit einer angestrebten Reichweite von bis zu 700 Kilometern und Reisegeschwindigkeiten von rund 350 Kilometer pro Stunde zielt das Konzept auf flexible Einsatzmöglichkeiten im regionalen Luftverkehr. Auf der AERO wird ein maßstabsgetreues Modell des Technologiedemonstrators TD 2.0 gezeigt, noch weit von der Produktionsreife entfernt. A7-211

Bild: Zuri
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Über den Autor
Claudius Banani

Claudius Banani ist Jahrgang 1969, hat seit 20 Jahren eine PPL- und seit zwei Jahren eine UL-Lizenz. Der studierte Betriebswirt ist in der IT-Branche sowie als freier Journalist tätig und ist im Süden Deutschlands zuhause. Besonders interessieren ihn Themen rund um Nachhaltigkeit.

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