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Balkan-Begeisterung: Von Deutschland mit dem Flugzeug ans Schwarze Meer

Serbien, Bulgarien und Nordmazedonien gehören nicht zu den typischen Reiseländern für Piloten privater Kleinflugzeuge. Warum eigentlich? Zwei Schwaben wollten rausfinden, wie es ist, ans Schwarze Meer zu fliegen.

Von Redaktion
bulgarische Küste
Wunderschön: Anflug auf die bulgarische Küstenstadt Balchik. Rechts auf der Hochebene überm Schwarzen Meer liegt der privat betriebene Flugplatz. Foto: Lukas Straubinger

“Oh, you are air crew!“ In unseren gelben Warnwesten und mit den gut sichtbaren AOPA-Air-Crew-Ausweisen hat man uns gleich als Piloten erkannt, im Handumdrehen sind wir durch alle Kontrollen durch. Bei der Einreise nach Nordmazedonien war uns das nicht gelungen. Daraus haben wir gelernt.

Als eingefleischte Balkan-Fans wollten es mein Vater und ich genau wissen: Ein riesiger Verwaltungsaufwand, Korruption, Unsicherheit in verschiedenster Hinsicht – was bekommt man nicht alles zu hören, wenn es um Serbien, Mazedonien und Bulgarien geht. Tatsächlich gehören diese Länder ja nicht gerade zu den Lieblingszielen bei Urlaubsreisen mit dem eigenen Flugzeug. Doch sind die Bedenken begründet? Wir fliegen mit dem Flugzeug ans Schwarze Meer.

Mit dem Flugzeug ans Schwarze Meer: Formalitäten klären

Ganz spontan sollte es einem nicht in den Sinn kommen, in Richtung Schwarzes Meer aufzubrechen. Es sind allerdings nur wenige, wirklich einfache Formalitäten, die vorab zu klären sind, und schon kann es in Richtung Südosten losgehen.

PlovdivPlovdivFoto: Lukas Straubinger
Airport of Entry Plovdiv, die „Perle im Herzen Bulgariens“, hat eine 2500 Meter lange Piste und ist von Bergen umgeben.

Wir starten mit unserer Mooney in Neuhausen ob Eck am südwestlichen Ende der Schwäbischen Alb. Das zunächst geplante Tagesziel Plovdiv in Bulgarien lässt sich wegen des sehr konvektiven Wetters südöstlich von Belgrad nicht erreichen. Deshalb wählen wir ein Tagesziel in Ungarn: den Balaton-Airport von Sármellék. Am Plattensee laden zahlreiche Restaurants und Hotels in Ufernähe zum Verweilen ein. Auch das Freizeitangebot spricht für mehr als eine einzige Übernachtung.

Technical Landing: Belgrad punktet mit günstigen Gebühren

Doch wir wollen weiter. Der IFR-Abflug am nächsten Morgen führt uns bei zunächst strahlendem Sonnenschein über den Plattensee nach Süden über die ungarische Tiefebene in Richtung Belgrad. Für die Landung in der serbischen Hauptstadt ist eine vorherige kurze Anmeldung bei der Flight Coordination notwendig. Regenträchtige, tiefgraue Wolken hängen über dem Nikola Tesla Airport, als wir auf dem ILS im Anflug sind.

Belgrad AvgasBelgrad AvgasFoto: Lukas Straubinger
Jugopetrol: Auftanken in Belgrad. Hier kostet Avgas nur 1,25 Euro.

Belgrad punktet durch die Infrastruktur eines Verkehrsflughafens mit sehr günstigen Gebühren für Landung und Handling sowie einem Avgaspreis von rund 1,25 Euro pro Liter. Gerade mal 20 On-Block-Minuten verstreichen, bis wir nach unserer „technical landing“ wieder startklar sind. Möglich ist das nur, weil bereits bei unserer Ankunft der Tankwagen und der Supervisor auf uns warten. Auf dem Vorfeld bezahlen wir Avgas und Landegebühr per Kreditkarte. Toll!

Ungewohnt: Die Estimates werden in Zulu-Time verlangt

Von Belgrad Radar geführt heißt der neue Kurs Südost. Nachdem wir Niš überflogen haben, liegt bald schon Bulgarien vor uns, und der Radarlotse von Sofia heißt uns freundlich willkommen. Etwas ungewohnt ist zunächst, dass Estimates zu den nächsten Waypoints in Zulu-Time verlangt werden. Ein wildes Kurbeln am GPS und Rechnen beginnt, bevor wir die gewünschten Zeiten durchgeben können. Zwischen Serbien und Bulgarien fühlen wir uns in soliden IMC ein klein bisschen verloren, doch die bulgarische ATC arbeitet absolut professionell, und unsere Empfindungen weichen der Routine eines normalen IFR-Flugs.

Ganz nach Wetterprognose empfängt uns Plovdiv mit Sonnenschein. Wir sind beeindruckt von den hohen Bergen rings um die Stadt. Im Süden liegen die Rhodopen, eine Gebirgskette mit Gipfeln jenseits von zweitausend Meter. In den Wintermonaten sollen vor allem osteuropäische und russische Wintersportler hier Urlaub machen. Wir erhalten die Freigabe für einen Sichtanflug auf die schon von weitem erkennbare Zweieinhalb-Kilometer-Meter-Bahn. Noch auf dem Vorfeld begrüßt uns eine sehr nette Flughafenmitarbeiterin, die uns zum Zoll und zur Grenzpolizei führt. Im Handumdrehen sind alle Formalitäten erledigt. Wer größeren bürokratischen Aufwand oder gar Abzocke am Airport of Entry vermutet, irrt gewaltig: Knapp 40 Euro kosten Landung und Handling.

Plovdiv in Bulgarien: Zu Unrecht kaum bekannt

Ein Taxi bringt uns in die rund 30 Minuten entfernte Innenstadt von Plovdiv. Im Vorbeifahren werfen wir noch einen Blick auf unsere Mooney, die als einziges Flugzeug weit und breit auf dem übergroßen Vorfeld steht.

Plovdiv ist in Deutschland zu Unrecht kaum bekannt. Dabei wurde die Perle im Herzen Bulgariens 2012 auf den dritten Platz in der Kategorie der weltweit schönsten antiken Städte gewählt. Äußerst preiswerte Hotels findet man im Zentrum. Von hier aus kann die ganze Innenstadt zu Fuß erkundet werden. Die Universitätsstadt ist mit über 340 000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Landes und zählt zu den ältesten Städten Europas. Nicht nur Piloten, auch Kultur- und historisch Interessierte kommen in Plovdiv auf ihre Kosten. Erste Anzeichen einer Besiedlung deuten auf das sechste Jahrtausend vor Christus hin. Erbaut wurde die Stadt auf sieben Hügeln, weshalb man auch von der „Siebenhügelstadt“ spricht.

HügelHügelFoto: Lukas Straubinger
Antiker Ursprung: Plovdiv wurde auf sieben Hügeln errichtet, das Theater haben die Römer gebaut.

Als wir einen der Hügel hinaufgehen, ist es sehr heiß und der Aufstieg ein bisschen anstrengend. Doch oben bietet sich uns ein herrlicher Ausblick auf das von den Römern erbaute antike Theater, das bis zu 7000 Zuschauern Platz bietet. Es ist das touristische Highlight der sehr gepflegten Altstadt. In angesagten Szenevierteln pulsiert die urbane Kultur. Das Publikum ist jung, in Bars, Kneipen und Restaurants überwiegt studentisches Flair. Es gibt eine Unmenge an Museen, Kirchen und anderen Bauwerken, die sehenswert sind. Besucher, die mit dem Kleinflugzeug kommen, dürften sich vor allem für das Luftfahrtmuseum unweit des Flughafens interessieren. Hier stehen militärische Exponate im Vordergrund.

Entspannt und unkompliziert: Weiterreise bei bestem Wetter

Am Morgen unserer Weiterreise zeigt sich das Wetter von seiner besten Seite – die knapp 130 Nautische Meilen in östlicher Richtung zum Schwarzen Meer stellen keine Herausforderung dar. Inzwischen sind wir gewohnt, mit Estimates umzugehen; die bulgarischen Lotsen zeigen sich tiefenentspannt und unkompliziert. Unsere Route führt über sehr dünn besiedeltes Land, Bauernhöfe und kleine Felder lassen sich in der mitunter hügeligen Landschaft ausmachen. Der Flugplatz von Primorsko liegt wunderschön am Westufer des Schwarzen Meers. Mit einer strammen Brise auf der über 900 Meter langen und 30 Meter breiten Asphaltbahn muss immer gerechnet werden.

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Die Begrüßung ist ausgesprochen nett. Man hat den Eindruck, als eine von fern angereiste Crew sehr willkommen zu sein, und schnell sind wir mit den Piloten vor Ort im Gespräch. Ein älterer ist als Flugleiter tätig; er schließt unseren Flugplan. Ein Hotel ist im Handumdrehen organisiert, Piloten fahren uns hin, ohne dafür Geld zu wollen. Uns wird schnell klar, dass auch in Bulgarien Hilfsbereitschaft unter Fliegern großgeschrieben wird.

Primorsko zeichnet sich durch Kurze Wege und niedrige Gebühren ab

Primorsko zeichnet sich für die General Aviation durch seine Lage an der Küste in Verbindung mit einer unkomplizierten Infrastruktur aus. Die Wege sind so kurz wie bei einem deutschen Vereinsflugplatz, die Gebühren niedrig. Und nur hier ist an der gesamten bulgarischen Schwarzmeerküste Avgas zu vernünftigen Preisen zu bekommen. Die Flughäfen Burgas und Varna, die im Sommer als Touristendrehkreuze für den Gold- und den Sonnenstrand fungieren, sind wesentlich teurer.

PrimorskoPrimorskoFoto: Lukas Straubinger
Primorsko: günstigste Tankmöglichkeit an Bulgariens Schwarzmeerküste.

Primorsko selbst ist auch sehr touristisch – verständlich angesichts seiner Lage auf einer Halbinsel. Ganz nah an der Küste kann man äußerst günstige Hotelzimmer buchen. Von dort ist der große Sandstrand in wenigen Minuten erreichbar. Über hunderte Meter reihen sich Touristen unter Sonnenschirmen aneinander und genießen das warme Meer. Den Abend lassen wir in einem Restaurant auf einer Felsklippe hoch überm Meer ausklingen. Die Spezialität der Region, wie könnte es auch anders sein: frisch gefangener Fisch!

Tagesausflug nach Balchik: Statt Badetag geht es in die Luft

Wir überlegen, welche Alternative es zu einem Badetag geben könnte, idealerweise ein Tagesausflug mit der Mooney. Beim Recherchieren weckt ein Flugplatz nördlich von Varna unsere Aufmerksamkeit: Balchik Airport, LBWB. Im Internet finden wir alle Informationen über den privat betriebenen Platz. Um auf Nummer sicher zu gehen, kontaktieren wir vor dem Abflug Krasimir Kostov, den Manager. Alles kein Problem, heißt es, und kurze Zeit später starten wir über das Schwarze Meer hinaus, um anschließend nach Norden abzudrehen.

Strand PrimorskoStrand PrimorskoFoto: Lukas Straubinger
Touristisch geprägt: Sandstrand, Sonne und das warme Meer machen Primorsko für Urlauber attraktiv.

Nur gute 70 Nautische Meilen ist unser Ziel entfernt. Der Flug in 5000 Fuß soll natürlich auch Sightseeing ermöglichen. Absolut unproblematisch führt uns zunächst Burgas, anschließend werden wir an Varna übergeben. Unter uns ziehen Sonnenstrand und Goldstrand hinweg. Unzählige Touristen lassen sich dort aus der Luft ausmachen. Bekannt geworden sind die beiden Ferienregionen als Alternativen zu den Balearen – Partyurlaub geht auch im preiswerten Bulgarien.

Follow the yellow line: In Balchik werden wir herzlich begrüßt

Die 2500-Meter-Piste von Balchik kommt in Sicht. Der Anflug führt über die Klippen der Schwarzmeerküste – wunderschön. Als einziger Verkehr auf der riesigen Piste fühlen wir uns etwas verlassen. Vom Flugleiter hören wir: „Follow the yellow line“. Tatsächlich lässt sich eine gelbe Linie ausmachen, die uns nach einer nicht unerheblichen Taxistrecke zum überschaubaren Hangar der General Aviation leitet. Dort werden wir sehr herzlich vom Manager begrüßt und nach unserem Vorhaben befragt. Wir wollen in die Stadt, ein kurzer Besuch, um zu Mittag zu essen. „Kein Problem“ – Krasimir Kostov bringt uns selbst in die sehr schöne historische Hafenstadt und empfiehlt auch gleich noch ein uriges Restaurant. Den kurzen Rückweg treten wir zu Fuß an, werden aber rein zufällig wieder von Herrn Kostov aufgegabelt und zurück zum Flugzeug gebracht. Was für ein Service!

Plovdiv: Tanken bei unglaublicher Hitze

Nach einer weiteren Nacht in Primorsko verabschieden wir uns von der Schwarzmeerküste. Als Airport of Entry, den man auch beim Verlassen von Bulgarien braucht, wählen wir wieder Plovdiv. Die Formalitäten sind zügig erledigt, und auf westlichem Kurs liegt unser neues Ziel Skopje gerade mal 150 Nautische Meilen entfernt. Mit einem kleinen Schlenker lassen wir die Rhodopen südlich liegen – selbst in Flugfläche 100 hat man hier keine Chance, die sehr hohen Berge direkt zu überqueren. Skopje empfängt uns mit allen Annehmlichkeiten eines internationalen Verkehrsflughafens. Eine unglaubliche Hitze liegt über dem Apron – und dann auch noch tanken. Sehr anstrengend!

SkopjeSkopjeFoto: Lukas Straubinger
Skopje International: Seit kurzem verlangt Nordmazedonien keine Einreisgenehmigung mehr.

Bei der Einreise versuchen wir uns nassgeschwitzt an eine Austrian-Besatzung zu heften und den Crew-Ausgang zu nehmen. Doch die Beamten haben kein Erbarmen und lassen uns eine halbe Stunde in der Schlange warten, zusammen mit den ankommenden Airline-Passagieren.

Capital of Kitsch: Ein Besuch in Skopje

Die 20 Kilometer entfernte City erreichen wir mit einem Taxi. Das Stadtbild ist etwas skurril. Zahlreiche imposante Statuen von Alexander dem Großen zieren die Innenstadt. Es wirkt alles etwas übertrieben und kitschig. Kritiker nennen Skopje gar „capital of kitsch“. Auch uns erschließt sich der tiefere Sinn eines zum Hotel umgebauten Piratenschiffs auf dem Fluss Vardar nicht.

Capital of KitschCapital of KitschFoto: Lukas Straubinger
„Capital of kitsch“: Im Zentrum von Skopje schwimmt auf dem Fluss Vadar ein Piratenschiff – als Hotel.

Aber was soll’s – die Bewohner sind sehr freundlich, und die Küche ist hervorragend. Balkantypisch wird hier fleischbetont gegessen. Um die Stadt zu Fuß erkunden zu können, empfiehlt es sich, ein zentrumsnahes Hotel zu wählen. Zurückhaltung empfiehlt sich gegenüber bettelnden und oft Kleinwaren verkaufenden Roma. Ein kurzer Augenkontakt reicht bei uns aus, um von einem penetranten Gürtelverkäufer über mehrere hundert Meter verfolgt zu werden. Der Sprung in eine Bar schüttelt die unliebsame Begleitung schließlich ab.

Glasklares Wasser: Die Matka-Schlucht ist ein Muss für Naturliebhaber

Naturliebhabern bietet Skopje ein ganz besonderes Highlight: Rund dreißig Minuten südwestlich der Metropole liegt die Matka-Schlucht. Wir fahren mit dem Taxi hin. Der künstlich gestaute, sehr lange See hat glasklares, kaltes Wasser und ist von Steilwänden umgeben, die eine atemberaubende Kulisse bilden. Zahlreiche ausschließlich in dieser Schlucht vorkommende Tierarten haben hier ihren Lebensraum.

Matka-SchluchtMatka-SchluchtFoto: Lukas Straubinger
Atemberaubend: Die Matka-Schlucht lässt sich mit dem Boot erkunden.

Wir entscheiden uns vor Ort für eine Bootsfahrt in einem sehr kleinen, etwas wackeligen Boot, einschließlich Höhlenbesichtigung. Die rund zehn Unterwasserhöhlen sind nur über den Wasserweg erreichbar. Man sagt, dass die noch teilweise unerforschten Höhlen zu den tiefsten der Welt zählen. Ein hervorragendes Fischessen an der Matka-Schlucht rundet unseren Besuch ab. Zurück geht’s wieder mit dem Taxi, das am Treffpunkt auf uns wartet.

Abreise: Mit sehr guten Eindrücken verlassen wir Skopje

Umstände wie bei der Anreise wollen wir am Tag unserer Abreise unbedingt vermeiden. Im Terminal schlüpfen wir deshalb in gelbe Warnwesten und tragen gut sichtbar unsere AOPA-Air-Crew-Ausweise. Diesmal haben wir Glück.

Foto: Lukas Straubinger
Tanken für den Heimflug In Skopje wird das Avgas an der Bar bezahlt.

Mit sehr guten Eindrücken verlassen wir Skopje. An nur einem Tag fliegen wir nach Deutschland zurück. Unser IFR–Flugplan führt uns über den Kosovo nach Belgrad, wo wir noch mal preiswert auftanken. Von Serbien und Nordmazedonien kommend müssen wir in Deutschland einen Zollflugplatz ansteuern. Der Regio-Airport Mengen ist unser Ziel, und bereits beim ersten deutschen Lotsen äußeren wir die Absicht, wegen des guten Wetters IFR zu canceln und VFR anzufliegen. Trotz aller Diskussion am Boden und später noch mit dem Geschäftsführer kommen wir um eine IFR-Anfluggebühr nicht herum: Die Flugsicherung hätte sich bereits mit einem Estimate per Telefon gemeldet. Eine solche Abzocke ist uns auf der gesamten über 2000 Nautische Meilen langen Tour nicht untergekommen. Kopfschüttelnd nehmen wir sie hin, ohne unser Reise-Resümee zu korrigieren: Eine Tour ans Schwarze Meer mit dem privaten Flugzeug ist wunderschön, absolut unproblematisch und die Angst vor übermäßigen Gebühren gänzlich unbegründet. Einfach machen!

Infos für Piloten

Serbien

  • Formalitäten vor der Einreise Belgrad verlangt eine Ankündigung per E-Mail (flight.coordinator@beg.aero) mit Flugzeugkennung, MTOM, Anzahl der Crew-Mitglieder, From/To (ICAO-Codes), Abflug- und Ankunftszeit sowie Angabe über den Bedarf von Kraftstoff.
  • Airport of Entry obligatorisch
  • Zoll und Grenzkontrolle: bei Ein- und Ausreise, nicht für „technical landing“ (Tanken).
  • Avgas Belgrad: 1,25 Euro/Liter.
  • Lande-/Abstellgebühr Belgrad: 34 Euro („technical landing“), plus 25 Euro mit Handling und Parken für eine Nacht.

Bulgarien

  • Formalitäten vor der Einreise ATC will per E-Mail (milena.andonova@bulatsa.com ): Name des Besitzers und Betreibers des Flugzeugs, Kontaktdaten mit Rechnungsadresse, Telefon, Fax und E-Mail, Steuernummer, Flugzeugtyp, Registrierung, MTOM und Lärmzeugnis (bei Luftfahrtunternehmen zusätzlich eine Flottenliste)
  • Airport of Entry obligatorisch; in Frage kommen Sofia, Plovdiv (günstigster Flugplatz), Gorna Oryachovitsa, Varna und Burgas. Flugplanpflicht auch für nationale Flüge.
  • Zoll und Grenzkontrolle obligatorisch
  • Avgas Primorsko: 2,62 Euro/Liter. Vorab Verfügbarkeit am Airport of Entry prüfen! Die Preise variieren erheblich; vor allem an der Schwarzmeerküste muss mit über drei Euro/Liter gerechnet werden. Primorsko ist eine Ausnahme.
  • Lande-/Abstellgebühr Plovdiv: 42 Euro („technical landing“) plus 5 Euro Parken für eine Nacht; Primorsko: 15 Euro plus 10 Euro Parken für eine Nacht; Balchik: 18 Euro inklusive mehrere Stunden Parken

Nordmazedonien

  • Formalitäten vor der Einreise Slot Coordination und Air Navigation Service Provider wollen vorab per E-Mail hierüber informiert werden: Registrierung, MTOM, From/To (ICAO- Codes), Abflug- und Ankunftszeit, Anzahl der Crew-Mitglieder, PIC und Telefonnummer (Handy) für Nachfragen zum Flug. Die Mail schickt man an drei Adressen: slotcoordinationskp@tav.aero, ops@tav.aero und rco.rco@mnavigation.mk.
  • Airport of Entry obligatorisch: Skopje oder Ohrid. In Ohrid gibt es kein Avgas.
  • Zoll und Grenzkontrolle obligatorisch
  • Avgas Skopje: 1,30 Euro/Liter, Bezahlung bar in Euro.
  • Lande-/Abstellgebühr 40 Euro inklusive Parken für eine Nacht

Reiseinformationen

  • Flugpläne Die Mooney-Crew war IFR unterwegs, also immer mit Flugplan. Sie empfiehlt insbesondere im bergigen Nordmazedonien auch VFR dringend einen Flugplan (Rettung bei Notlage).
  • Karten Air Million VFR Ost-Europa (1:1 000 000) sowie alle notwen- digen IFR-Karten.
  • Wetterbedingt war auf dem Hinweg der beschriebenen Reise ein Umweg über Ungarn notwendig. Am Balaton-Airport in Sármellék betrug die Landegebühr für die Mooney inklusive Parken für eine Nacht 52 Euro, Avgas kostet dort 2,10 Euro/ Liter.

Text & Fotos: Lukas Straubinger

Hinweis: Die genannten Preise können abweichen.

Schlagwörter
  • Balkan
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